Startseite › Foren › Kulturgut › Das musikalische Philosophicum › Müssen in einem Konzert die Musiker sympathisch sein? › Re: Müssen in einem Konzert die Musiker sympathisch sein?
Ich gehe nur noch selten auf Konzerte,weil der Genuss selten den Aufwand und die Kosten rechtfertigt.
Und wenn,dann auch nur in kleine Hallen,am liebsten bestuhlt.
Da kann ich mich dann voll und ganz auf die Musik und den Künstler konzentrieren,ohne durch Zigaretten verursachte Hemdbrände zu löschen oder durch nerviges Rumgerempele aus der Ruhe gebracht zu werden.
Wenn ich´s mir so überlege,war ich noch nie auf einem Konzert von einem Künstler der mir so richtig unsympatisch war.
Letztens bei Hannes Wader hatte ich das Gefühl,das „Wir“ ,das Publikum,seinen Ansprüchen nicht gerecht werden zu können.Er vermittelte das Gefühl eine Arbeit zu erledigen,fast als sei es eine Gnade das er sich unsere Breiten begeben hatte.Das hat mein Bild vom „Volkssänger“ ziemlich angekratzt.
Ganz anders war´s bei Reinhard Mey,bei dem habe ich wirklich den Eindruck das er gerne Konzerte gibt,sein Publikum liebt.
Faszinierend finde ich,das er immer pünklichst um 20.00 Uhr die Bühne betritt,wirklich auf die Minute,als hätte das Publikum Anspruch auf absolute Pünktlichkeit.
Hat jetzt wenig mit klassischen Rockkonzerten zu tun,aber wie gesagt,da gehe ich nur noch selten hin.
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Look out mama,there´s a white boat comin´up the river...