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Anonym
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Aus der Hamburger Morgenpost:
Unter einem guten Stern
US-Songwriter begeisterte im Stadtpark
RALF DORSCHEL
„Wow, that’s nice!“ – überrascht stolperte James Taylor auf die Stadtpark-Bühne. Das Wetter war aber auch wirklich „nice“: Sonne, blauer Himmel und keine Spur von Regen und Sturm, wie sie Hamburg eben noch geplagt hatten. Der Auftritt des US-Songwriters stand unter einem sehr guten Stern. Mit sieben Begleitern spielte der 61-Jährige sein einziges Deutschland-Konzert – allesamt Luxus, eine der erlesensten Bands, die man für Geld und gute Worte zusammenstellen kann.
Bestens bei Stimme und mit Legenden wie dem Drummer Steve Gadd im Rücken: Alles war gut – und wenn nicht, wurde es von Taylor mit einem Grinsen gut gemacht. Bluesrock, Countryrock und Westcoastrock – ziemlich viel Rock im Repertoire des Barden, alles mit viel Muskeln und atemberaubender Präzision gespielt – aber eben auch mit Leidenschaft und Taylor-typischem, knorrigem Humor. Ein paar der schönsten Songs erklingen, die westlich der Rockies je geschrieben wurden. Jimmy Webbs „Wichita Line Man“ und Carole Kings „You’ve Got A Friend“ gehören zum sanften Kanon wie die Taylor-Evergreens, aber als Mike Landau beim „Steamroller Blues“ wüst die Gitarre heulen lässt, macht auch das Sinn.
„Nice“ war das Wetter noch, als James Taylor am Ende „The Water Is Wide“ sang – dieses großartige Gastspiel hatte man noch im Kopf, als später der Regen wieder erbarmungslos einsetzte.
(MOPO vom 11.07.2009 / SEITE 35)
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