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Eindrücke:
Die Dame eine Reihe vor mir mochte den Film sehr. Nicht nur, dass sie den Film amüsant fand, nein, sie konnte auch sämtliche Songtexte mitsingen. Chapeau. Ich bin ohne Erwartungen reingegangen (zumindest hab ich es versucht), das heißt vorher keine Presse gelesen etc. Teilweise kann ich Sonics Einwände verstehen, Dylan-Kenner kennen sicher die ganzen Anekdoten, Dylan-Novizen gibt der Film wohl gar nichts. Haynes erzählt weniger eine Story, als er die Zeit der 60er/70er portraitiert. Die surrealen Geschehnisse (die Giraffe, der Wal…) haben mich anfangs auch .. äh überrascht, aber im Grunde passt das ja zu Dylans bilderreichen Lyrics, man mag manches als Gag halten oder etwas bedeutungsschwangeres reininterpretieren, wie beim Meister also auch.
Amüsiert hab ich mich übrigens auch, ebenfalls fand ich gut, dass Haynes Dylan nicht ausschließlich glorifiziert, sondern ihn im Gegenteil als Arschloch hinstellt. Die Übergänge von Stimme zum Sänger haben oftmals nicht gepasst, was durch die Synchronisierung tlw. albern klang. Dennoch waren das recht kurzweilige 2 Stunden, nicht ohne Humor und nicht halb so ernst wie vermutet, aber auch nicht halb so bedeutend wie tlw. hingestellt.
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and now we rise and we are everywhere