Re: Zeitlosigkeit als Qualitätsbegriff

Startseite Foren Kulturgut Das musikalische Philosophicum Zeitlosigkeit als Qualitätsbegriff Re: Zeitlosigkeit als Qualitätsbegriff

#5889647  | PERMALINK

flatted-fifth
Moderator

Registriert seit: 02.09.2003

Beiträge: 6,027

nail75Zeitlosigkeit ist insofern natürlich auch nicht mit „Belanglosigkeit“ verwandt, sondern mit Relevanz.

Ich sprach von Verwechslung, nicht von Verwandtschaft.

Ich gehe mit Dir konform, wenn Du von Relevanz sprichst – das trifft den Nagel (haha) ganz gut auf den Kopf. Mein Punkt ist auch eher der, dass der Begriff halt falsch verwendet wird und daher nicht unbedingt automatisch als Kompliment gelten kann. Interessanterweise ist der Begriff an sich ja schon negativ. Zeitlos sagt ja, dass die Zeit nicht existent ist. Das Gegenteil ist aber eigentlich der Fall bei solchen als zeitlos bezeichneten Werken, sie strotzen nur vor Zeit – weil sie eben zu jeder Zeit relevant sind.

nail75Ein zeitlos schlechtes Werk kann es also nicht geben, obwohl das Phänomen durchaus vorkommt.

Diesen Satz verstehe ich nicht. Wie kann es etwas nicht geben, obwohl es existent ist?

@15J: Bei Enya oder Mike Oldfield fällt mir das häufiger mal auf, dass sie als zeitlos bezeichnet werden. Und um zu untermauern, dass der Begriff falsch verwendet wird, hier mal eine Amazon-Nutzerliste zum Thema…

--

You can't fool the flat man!