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kramerMan hört jetzt tatsächlich ein paar Dinge, die zuvor nicht zu hören waren, aber dadurch klingt jetzt vieles wirklich blechern und dünn und Morrisons Gesang ist teilweise so im Mix verloren, dass er wie wie das Geheul eines in eine Gletscherspalte gerutschten Eisbären klingt – verloren, untergegangen und voller Hall. Von unnötig hinzugefügten Intros (L.A. Woman, The Soft Parade) mal ganz zu schweigen. Das grausamste Beispiele sind für mich ist der Song „Strange Days“. Unhörbar! ich frage mich nur, warum Manzarek, Krieger & Co. ständig verschlimmbesser müssen – von den Bright Midnight Releases mal abgesehen gibt es kaum eine Doors-Aufnahme, die vor Veröffentlichung nicht berabeitet, editiert, etc. wurde…
Was ich absolut nicht verstehen kann: Wenn man Popmusik als Kunstform versteht, dann kann man doch nicht hergehen und die Mixe von Tracks verändern, die in ihrer Zeit und unter den damals herrschenden Bedingungen aufgenommen wurden und auch in dieser Form bekannt wurden. Oder mal auf die Malerei übertragen: Man fügt doch auch nicht nachträglich „Verbesserungen“ in ein Bild von Picasso ein. (Wobei ich jetzt nicht die Doors und Picasso vergleichen möchte…:-)
Es scheint mir in diesem Fall im Wesentlichen um ein Verkaufsargument zu gehen. „40th Anniversary Edition“ ist ja auch ein prima Anlass, sich den gesamten Backkatalog nochmal zu kaufen…..:lol:
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On an island