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Bei mir geht in der Breite recht viel, von klassischem Indie-Gitarrenpop über Electronica (um das mal als Oberbegriff für verschiedene Spielarten elektronischer Tanzmusik zu missbrauchen) bis hin zu Avantgarde und Hip Hop. Die Vorzüge sind immer etwas phasenabhängig, so hatte ich in den letzten fünf Jahren vor allem Vorlieben für Electropop, Glam-Indie, Dubstep, Minimal Techno und (was ältere Sachen betrifft) Post-Punk, No Wave, Italo Disco und alten Rave/House. Einige Genres kann ich durch die Bank weg hören (Electroclash, Manchester Rave), bei anderen wiederum gefallen mir bislang nur einzelne Künstler (Industrial, Ska). R’n’B/Swingbeat/Soul waren durch die Charts-Überflutung in den letzten 10 Jahren eine Art „blinder Fleck“, aber das hat sich nun dank Künstlern wie Keri Hilson, Rox oder Tennille und der gleichzeitigen Wiederentdeckung einiger 90er-Soul-Nummern geändert.
Absolutes No-Go ist nach wie vor dt. Schlager bzw. „Volksmusik“ (also das ganze Zeugs, das in den ZDF-Hitparaden und ähnlichen Shows läuft). Größere Berührungsprobleme habe ich auch mit Country und Trance. Und als jemand, der in den 90ern den ganzen Kram live miterlebt hat, stehe ich dem anstehenden Eurodance-Revival äußerst skeptisch gegenüber.
Interessanter für die aktuelle musikalische Bandbreite ist vielleicht eher die musikalische Sozialisation, die man durchlaufen hat.
@allwhite: Habe ich da was verpasst – was gab es in den letzten Jahren denn für C86-Veröffentlichungen?
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