Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe (Vol. II)

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motoerwolf

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Beiträge: 6,625

lathoKann ich alles unterschreiben, nur „zu amerikanisch“ nicht. Wir können uns auf zu „Hollywood-für-Doofe“ einigen.

Ich habe auch lange gezögert, ob ich das Wort nehmen soll. Einerseits kann ich gut dazu stehen. Kitsch und Pathos sind heutzutage in der amerikanischen Kultur sehr viel weiter verbreitet als in der europäischen, ohne daß dies von den Amerikanern so wahrgenommen wird. Während hier die Kulturschaffenden Kitsch und Pathos eher ablehnen, scheinen mir diese Phänomene in Amerika allgemein deutlich positiver besetzt.
Andererseits ist meine Wortwahl natürlich falsch, weil auch in Amerika Kunst geschaffen wird, die als typisch amerikanisch erkennbar ist, die aber weder kitschig noch pathetisch ist.

latho
Was den US-Bürgerkrieg angeht: Da kannst du deutlich bessere Filme als den von Zwick sehen (oder die üblichen Verdächtigen wie Gone With the Wind). Ich empfehle aus der Wikipedia-Übersicht natürlich die Ford-Filme wie The Horse Soldiers (natürlich muss man dazu sagen, dass ein Mensch in seinem Leben möglichst viele Ford-Filme gesehen haben muss). Wer’s episch mag: How The West Was Won (fällt aber eigentlich unter Ford), wer’s groß mag: Gettysburg (eine wirklich gute logistische Meisterleistung von Maxwell), wer’s modern mag Ang Lees Ride With The Devil und wer’s lustig mag natürlich Keatons The General (ein Film bei dem einen der Mund offen stehen bleibt). Weitere Tipps: Escape from Fort Bravo von Sturges und Hustons Red Badge of Courage. Wer den cineastischen Einstieg wagen will sieht sich Griffiths Birth of a Nation an – unverschämt rassistisch, aber eben auch die Geburt des modernen Kinos.
Das alles sollte jedes Fackeln-Trauma heilen.

Soweit bekannt, unterschreibe ich jede Empfehlung. Hast du auch Gods and Generals gesehen? Den will ich mir beizeiten noch besorgen, wahrscheinlich im DVD-Doppelpack mit Gettysburg.

Jerry Lundegaard.. Unterwegs nach Cold Mountain fand ich auch nicht schlecht, ein gelungener Beitrag zu diesem Thema :)

Ja, den mag ich auch. Und das obwohl ich Renée Zellweger nicht so gerne sehe.

Hotblack DesiatoOK, werde dann auch ab demnächst „Western“ berücksichtigen. Gone with the wind natürlich nicht. Das sind so Filme (wie etwa auch Titanic) die kann ich nur einmal schauen, die erschlagen einem so.

Aufgrund der Länge sind das beides sicher keine Filme für jeden Tag. Aber GwtW kann man sicher mehr als einmal schauen.

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And all the pigeons adore me and peck at my feet Oh the fame, the fame, the fame