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BroscheSelten habe ich bei einem Roman so geschwitzt, wenn die ein oder andere Szene unweigerlich ihren Lauf nahm. Das hat man im Film verträglicher aber gleichsam aussagekräftig auf den Punkt gebracht.
Ging mir ähnlich, aber aus den gleichen Eindrücken heraus halte ich den Roman für herausragend und den Film nur für nett und unterhaltsam. Das muss einer ja erstmal schaffen, Dich zum Schwitzen zu bringen. Im Film ist die Gewalt letztlich genauso gut konsumierbar und cool wie in Pulp Fiction. Im Buch ist Gewalt unangenehm, nahegehend, beklemmend, übelkeiterregend, uncool. Dies ist mir weitaus lieber und halte ich für künstlerisch erheblicher. Die Aussagen von Buch und Film sind (nicht nur) deswegen grundverschieden. Was den Film als Buchadaption inkonsequent macht. (Als eingenständiges Werk, wenn man sich die Vorlage wegdenkt, halte ich ihn dennoch für gelungen.)
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I like to move it, move it Ya like to (move it)