Re: Warum Coverversionen?

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pelo_ponnes

Registriert seit: 13.04.2004

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Im allgemeinen bin ich auch nicht unbedingt ein großer Freund von Coverversionen. Dies hängt aber wohl damit zusammen, dass viele Coverversionen tatsächlich lieblos gestaltet sind. Ich finde aber, dass Coverversionen dann eine spannende Sache für den HÖRER sind, wenn man irgendetwas an einem Originalsong zwar mag, aber nicht das Gesamte. Dann bietet die Coverversion die Möglichkeit, den Song möglicherweise in einer anderen, mir persönlich mehr zusagenden Version zu hören. Bsp: WOODSTOCK von Joni Mitchell hat etwas Tolles, gefällt mir im Original aber nicht wirklich. Da ziehe ich die Coverversion von MSC vor. Ein anders Beispiel ist es, wenn Sänger mit überragender Stimme Fremdmaterial interpretieren. Bsp: Killing Me Softly With His Song – Roberta Flack. Oder Dusty Springfield. Aber auch, wenn die Coverversion in dieselbe Richtung geht wie die Originalversion, kann sie Sinn machen, wenn sie einige kleine Details verändert, in einer solchen Weise, dass aus einem an sich schon guten Klangbild ein noch besseres wird. Bsp.: die Roxy Music Version von JEALOUS GUY.

Die Liste Mikkos von Gründen für Coverversionen ist schon ziemlich vollständig, denke ich. Manchmal kommt vielleicht hinzu, dass ein noch unbekannter Sänger zeigen will, dass er genauso toll singen kann wie ein allseits verehrter Sänger. Oder ein Gitarrist will zeigen, dass er genauso toll Gitarre spielen kann wie der allseits gepriesene Gitarrengott. Das gilt dann woll eher für Live-Coverversionen.

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