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Hank Williams[…]
Das hast du schön gesagt. Ich finde sowieso, das sollte wieder mehr ins Zentrum des Filmemachens rücken – ein Mann hat eine Vision, er hat etwas mitzuteilen und dann zieht er das auch durch, ohne Rücksicht auf Verluste. „Glen or Glenda“ ist mir allemal lieber als irgendein auf Hochglanz polierter, langweiliger, da durchkalkulierter Hollywood-Schnickschnack von der Stange. Sicherlich ist das weit entfernt von jedweder technischen Perfektion. Aber der Film hat ein Herz, und man sieht und hört es schlagen.
Es sind persönliche, berührende Filme wie „Glen or Glenda“, die einem Lust machen, den ganzen Quatsch selbst zu probieren und die einem aus jeder Einstellung zuzurufen scheinen: „Mach dein Ding, junger Filmemacher – auch wenn dein Film womöglich der größte Kack aller Zeiten wird, Hauptsache ist doch, du ziehst das durch. Weil du etwas zu sagen hast und weil dir da etwas am Herzen liegt.“
Somit sind alle Filme Ed Woods eigenwillige Aufforderungen zum (filmischen) Tanz.
Ich finde das alles jedenfalls unheimlich inspirierend.
Ja, irgendwo isses das. Den Satz über „Wollen, aber nicht Können“ habe ich zum ersten mal im Time Magazine gelesen, als da ein Artikel über Ed Wood erschien. Den dürfte Tim Burton auch gelesen haben. Und sicherlich sind Eds Filme manchmal etwas komisch, weil seine Endkontrolle leicht katastrophal war. Aber oft lachen die Leute eben nur über das fehlende Geld und übersehen, mit welchen Mühen da jemand sein Ding durchgezogen hat.
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If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.