Re: Guilty Pleasures

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hank-williams

Registriert seit: 07.04.2004

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lathoGlen or Glenda (Ed Wood, 1953)
Ich bin ja nicht der einzige, der den Film mag (hallo Hank!)

Hallo latho! :bier:

lathoWood machte Filme. weil er sie liebte, ganz offensichtlich nicht, weil er es konnte.

Das hast du schön gesagt. Ich finde sowieso, das sollte wieder mehr ins Zentrum des Filmemachens rücken – ein Mann hat eine Vision, er hat etwas mitzuteilen und dann zieht er das auch durch, ohne Rücksicht auf Verluste. „Glen or Glenda“ ist mir allemal lieber als irgendein auf Hochglanz polierter, langweiliger, da durchkalkulierter Hollywood-Schnickschnack von der Stange. Sicherlich ist das weit entfernt von jedweder technischen Perfektion. Aber der Film hat ein Herz, und man sieht und hört es schlagen.
Es sind persönliche, berührende Filme wie „Glen or Glenda“, die einem Lust machen, den ganzen Quatsch selbst zu probieren und die einem aus jeder Einstellung zuzurufen scheinen: „Mach dein Ding, junger Filmemacher – auch wenn dein Film womöglich der größte Kack aller Zeiten wird, Hauptsache ist doch, du ziehst das durch. Weil du etwas zu sagen hast und weil dir da etwas am Herzen liegt.“
Somit sind alle Filme Ed Woods eigenwillige Aufforderungen zum (filmischen) Tanz.
Ich finde das alles jedenfalls unheimlich inspirierend.

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„Kreuzberg ist so hart, dass sogar die Steine sagen: Wir sind zu weich für die Strasse. So hart ist Kreuzberg.“ (Catee)