Re: Rolf Dieter Brinkmann

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dr-nihil

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otisWenn ich jetzt fies wäre, würde ich sagen, wovon sollte er denn später leben, als von Aufsätzen über seine Cut-Up-Methode.

Von Nike-Werbung, beispielsweise.:lol:

Das sollte nicht bös klingen mit dem Schüler. Nur im Nachhinein lässt sich das alles immer irgendwie einordnen, systematisieren undundundund. Aber man kommt einem, ach, ich mags gar nicht mehr benutzen, das Wort, „Kunstwerk“ damit nicht ansatzweise nahe. Im Gegenteil.
Nicht das Wissen um die Form und die künstlerische Epoche macht ein „Kunstwerk“ verständlich, sondern das Wissen um die Form in der Zeit, in der es entstanden ist.

Ja, das mag richtig sein. Und es mag auch stimmen, dass es vor allem auch Burroughs darum ging etwas anderes zu machen. Aber was ich für falsch halte, ist es dabei, völlig außer Acht zu lassen, mit welchen Mitteln der Autor letztendlich etwas anderes machte. Weil dann bräuchten wir wahrscheinlich gar nicht mehr ausdrücklich von Burroughs sprechen, dann würde es reichen ganz allgemein von z.B. Beat Generation (alle in einem Sack) zu sprechen.

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