Re: Rolf Dieter Brinkmann

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dr-nihil

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otisNihil, wenn ich mich hier einmische heißt das, in meinen allerletzten Hirnarealen zu kramen. Aber was zählt denn von Burroughs außer Naked Lunch und Junkie. Alles andere ist doch …

Du argumentierst wie der Musterschüler aus der Musterklasse. Verdammt, was hat den Burroughs die Montage-Technik interessiert, er musste das schreiben, was er schreiben musste, dazu musste er anders schreiben als die meisten vorher.
Dass irgendwelche Schlaumeier auf die Idee kamen das Cut-Up-Methode“ zu nennen, ist Musterschüler-Attitüde. es mag ih ngefreut haben, aber er wird einen drauf abgelassen haben. Ja, in meiner Erinnerung hatte Brinkamnn was von einer solchen Schüler-Attitüde. Aber ich kann mich da auch fürchterlich vertun.

Ich glaube, hier liegst du falsch und du schätzt Burroughs, wie ich meine, auch nicht richtig ein (behaupte ich mal, obwohl ich weit entfernt bin mich einen Experten bezüglich dieses Autors zu nennen). Bei jemanden wie Burroughs, der auch ganze theoretische Schriften über Cut-Up (ich vermute nicht, dass der Begriff von Burroughs stammt, aber wundern würde ich mich auch nicht) und seine Montagetechnik schrieb („Electronic Revolution“ und eben irgendwie auch „The Job“, obwohl das ja eigentlich ein Interview ist), halte ich es sogar für sehr angebracht die Werke desjenigen auch unter diesen Aspekten zu betrachten und sie nicht einfach als „sie mussten halt irgendwie anders sein“ abzutun. Und darauf sollte auch Brinkmann nicht beschränkt werden.

Ich denke, das einzige wirklich wichtige Werk von Burroughs ist „Naked Lunch“. Auch wenn „Junkie“ gut ist.

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