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otisZeitgeist ist Brinkmann auch nicht. Das trifft es nicht. Es war eine Zeit des Aufbruchs. Das haben sie alle gemeinsam, auch mit den 50s (Bachmann). Brinkmann war nicht Burroughs, der ja 50s war.
Nein, war er nicht (wobei Burroughs´ einzige Werke aus den 50ern, glaube ich, „Junkie“ und eben „Naked Lunch“ waren, die Nova-Trilogie folgte Anfang der 60er), das sagte ich ja auch. Aber dass er beeinflusst wurde von Burroughs ist nicht zu übersehen. Das fängt bei der als „Cut-Up-Methode“ bezeichneten Montage-Technik an, die wohl in dieser Form von Brion Gysin und Burroughs erfunden wurde und der sich auch Brinkmann bediente, geht über seine Collagen-Arbeiten (auch wenn Burroughs, soviel ich weiß, nicht mit Bild-Collagen arbeitete) bishin zu Brinkmanns ewigem Gerede vom bösen Wort, das den eigentlich Sinn, die eigentliche Gestalt der Dinge verfälscht (will das jetzt nicht weiter ausführen, aber dafür hatte er ganz bestimmt „The Job“ – ein Interview mit Burroughs – und „Electronic Revolution“ von dem Amerikaner gelesen).
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