Re: Kann man zu viel – gute – Musik hören?

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k-belle

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ElwoodIch verachte Bequemlichkeit, wenn es um Dinge geht, die man liebt. Eben weil genau dadurch viel von der Wertschätzung verloren geht. Ich bin allgemein der Auffassung dass bei zuviel Komfort und Bequemlichkeit die eigenen Fähigkeiten verkümmern.

Ich hatte beim Lesen dieses Threads mehr oder weniger drauf gewartet, dass jemand das Wort „verachten“ ins Spiel bringt. Obwohl wir ja auch einige Leute haben, die sich fuer nix zu schaemen scheinen – und richtig so! – ist eins der Kernthemen fuer mich immer noch die Frage: „Wie definiert sich gute Musik?“ Es kann nicht *gut* sein, weil’s im Radio kommt, sonst kaeme ja nichts Gutes im Radio. Es kann nicht *gut* sein, weil’s jemand anderes sagt, aber ist es gut, weil du sagst es ist gut? In meinen Autokassetten mischt sich jedes mal ein Lied von „Dragostea din Tei“ Standard zwischen die ernsthafteren Songs, und ich hab schon viele Momente gehabt wo genau dieser Song im Moment des hoerens das beste der Komponierkunst fuer mich war.

Wahrscheinlich bin ich hiermit im falschen Thread jetzt. Zur Komprimierung von Musik: als ich nach UK gezogen bin, hab ich fast all meine CDs aus den Plastikboxen genommen und in ein großes DJ-Album getan, mit dem Booklet vor der CD. Manche CDs hatten besondere Huellen, die hab ich dann aufgehoben. Ich hab bis jetzt noch alle Huellen, die ja theoretisch keine Bedeutung mehr haben, bei mir in Deutschland im Zimmer. Krieg es einfach nicht ueber mich, sie wegzuschmeißen. Kurz gesagt: Ich stimme vollstaendig zu dass, je kleiner und „unfuehlbarer“ man die Musik macht, desto unwirklicher sie wird (das war SCHLECHTE grammatik).

Ist genau wie bei meiner Mitbewohnerin, die beim Studentenradio eine Show hat und jede Woche 5 Promotion CDs kriegt. Wo ist der Bezug?

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Ich vermisse Tatort.