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Das Problem ist:Durch die letzten Alben hat sich Cave eine gewisse Gleichförmigkeit in seinem Songwriting angearbeitet, die man böswillig als Manierismus auslegen könnnte. Hier und da ein wohlgesetzter Kickser in der Stimme, das Piano träufelt, die Geige sägt an wohldosierten Stellen, manchmal werden die Jungs um ihn herum rabiat. „Lyre of Orpheus“ hat durchaus sehr schöne Lieder, aber spätestens nach „Nocturama“ kommen diese jetzt mit der Routine eines Kapellmeisters, der seine Kniffe kennt. „Abbatoir Blues“ spielt wiederum mit Klängen, die ihm nicht mehr wirklich stehen, weil Cave keinen Grund und inneren Antrieb mehr hat, in den Irrsinn des Meisterwerkes „The Firstborn is dead“ zurückzufallen. So ist eine Ansammlung und Ausstellung von Vergangenheit, mit zaghaftem Experiment. Der Gospelchor röhrt, die Geräusche fichten und sägen.
Ich mag keine Routine als Kunstbetrieb, trotz der schönen Musik!
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Make 'em laugh