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Nick Cave & The Bad Seeds – „Abattoir Blues/“The Lyre Of Orpheus“(Mute/EMI)
Man möge uns mit Schimpf und Schande vom Hof jagen oder uns gleich den gesunden Menschenverstand absprechen, aber verglichen mit all der Tiefe und Tragik von „No More Shall We Part“ war die letzte Cave-Platte „Nocturama“ doch nun wirklich ein Witz. Allerdings mit der Verheißung „Babe, I'm On Fire“ am Ende, 14 Minuten Wahnsinn, der nun seinen Schatten vor allem auf den dionysischen „Abattoir Blues“ wirft – eines von zwei grundverschiedenen Alben, veröffentlicht als Doppel-CD. Ob nun das luftige „Nature Boy“ oder die spröde Rückwendung „Hiding All Away“ – auf „Abattoir Blues“ kann nichts dem grandiosen Herzstück „There She Goes, My Beautiful World“ das Wasser reichen: „St. John of the Cross did his best stuff imprisoned/ And Johnny Thunders was half alive when he wrote Chinese Rocks/ Well me, I'm lying here, with nothing in my ears/ Me, I'm lying here, for what seems years/ I'm just lying on my bed with nothing in my head.“ Der Poet ist schreibgehemmt, jemand rufe den Bootsmann, aber schnell! Album Nr. 2, „The Lyre Of Orpheus“, geriet viel ruhiger und beherrschter, wobei zumindest „Supernaturally“ auch auf „Abattoir Blues“ gepasst hätte. „Easy Money“ ist wundervoll, ebenso der London Community Gospel Choir in der Besinnung „Carry Me“. Als Nachtrag sei gesagt, dass Blixa Bargeld die Bad Seeds bereits vor den Aufnahmen zu „Abattoir Blues“/“The Lyre Of Orpheus“ verlassen hat. Ob man sein Fehlen auch hören kann, entscheiden dann bitte die Cave-Experten. „Abattoir Blues“: (7); „The Lyre Of Orpheus“: (8) Jan Wigger
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Captain Beefheart to audience: Is everyone feeling all right? Audience: Yeahhhhh!!! awright...!!! Captain Beefheart: That's not a soulful question, that's a medical question. It's too hot in here.