Re: Live-Alben: ungnädig unterbewertet

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minos

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ArkantosIch kapier einfach nicht, was ich mir künstlerisch oder sonstwie aus einem Live-Album ziehen soll. Es ist etwas anderes als ein Remix, da die Sound-Qualität dagegen beschränkt ist. Früher, als die Alben quasi live aufgenommen wurden, war es etwas anderes, aber wozu gibt es denn überhaupt dann das Musikstudio? Für mich ist das Live-Erlebnis sowieso durch nichts zu ersetzten

Früher haben die Musiker bei Konzerten allerdings auch noch live gesungen. ;-)

Ich finde interesannt, wie unterschiedlich Live-Versionen oft klingen. Ein weiterer „künstlerischer“ Aspekt ist Art und Reihenfolge der Setlist (gilt natürlich nicht für Live-Compilationen, in denen aus ganz unterschiedlichen Konzerten ein Mix erstellt wurde – Best Of Live 1980-85 oder solche Sachen). Live werden auch zuweilen überraschend Songs gecovert, die ein Künstler im Studio nie aufnahm. Manchmal werden erschiedene Songs kombiniert usw. usf. Nur ein paar Punkte, die mir spontan eingefallen sind. Live-Versionen sind oft auch einen Tick schneller und druckvoller (zumindest in den Bereichen, Rock’n’Roll, R&B und Rock).

Was die Klangqualität angeht: Ich habe damit kein Probelem, bzw. bin bereit, Abstriche zu machen (ein – wie sich später rausstellte – Bootleg eines ZZ Top-Konzerts, das ich vor zig Jahren ganz normal bei Saturn kaufte, ist mir allerdings dann doch zu erbärmlich im Klang). Bei einer Livescheibe erwarte ich nicht allerhöchste (Studio-)Qualität. Oder anders ausgedrückt: für mich gehört schon irgendwie dazu, dass eine Liveaufnahme nicht so perfekt ist. Das mag auch mit meinen Gewohnheiten zusammenhängen.

EDIT: Allen, die mit Voschlägen wie Dylan usw. kommen: das beste Livealbum ist immer noch das Star-Club-Album von Jerry Lee Lewis! ;-) (schlägt bei mir auch sämtliche Studioalben)

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