Re: Live-Alben: ungnädig unterbewertet

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pelo_ponnes

Registriert seit: 13.04.2004

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Ich besitze nicht viele Liveplatten, halte sie aber nicht prinzipiell für überflüssig.

– ich bin kein grosser Stones-Fan, aber diese Gruppe ist ein gutes Beispiel für eine Band, die einfach eher einen Live-Sound als einen Studiosound haben. Während ich die Studioaufnahmen oft etwas fad finde, gewinnen Stones Songs auf dem oben angesprochenenen Get …Out meiner Meinung nach, wirken knackiger.

– ein Livealbum macht auch bei studioorientierteren Gruppen Sinn, wenn die gespielten Versionen nicht bloss eine blasse Kopie der Studioversion sind, sondern zum Beispiel mit Soli und anderen Arrangements aufwarten.

– selbst die Praxis, Livealben mit nachträglich aufgenommenen Studiospuren zu ergänzen, halte ich nicht unbedingt für falsch. Die Idee ist einfach, dem Hörer, der die Livekonzerte nicht erlebt hat, ein idealtypisches Konzert der Gruppe ins Haus zu liefern. Natürlich sollte dieses Verfahren dann aber auch offen dargelegt werden.

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