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Mozza@ Misterzet
Danke für die Tipps.
Was mich interessieren würde ist, weshalb viele Toto Sympathisanten / Fans dem Sänger Bobby Kimball so negativ gegenüber stehen – das ist doch so, oder?
ich meine eher immer herauszuhören/lesen, daß die fangemeinde da eher gespalten ist. kimball wurde nach dem 4. album wegen drogenproblemen und dadurch ausuferndem lifestyle entfernt und bis auf joseph williams (alben „fahrenheit“ und „the seventh one“) waren die sänger fergie frederiksen und j.m. byron gerade gut für ein album (wobei byron eine reine sony-erfindung war und der band reingedrückt wurde) so entwickelte sich zu beginn der 90iger eine tolle live-formation mit der farbigen sängerin jenny douglas, welche bei den konzerten die hohen gesangsparts übernahm und übrigens ganz hervorragend performte. diese formation war bei den meisten fans sehr beliebt. jenny douglas durfte sich dann auf 2 songs auf dem album „tambu“ verewigen, wobei das duett mit lukather mit dem namen „the turning point“ sicher das erwähnenswertere ist. 1997 fand dann im zuge der veröffentlichung der 20-jahr-jubiläums albums „XX“ eine kleine promotiontour mit ein paar ausgewählten clubgigs statt, wozu man bobby kimball und joseph williams als gastsänger einlud. während williams dort mit angeschlagener stimme sich sichtlich erfolglos durch die höhen zu kämpfen versuchte, hat kimball halbwegs fit wie um sein leben gesungen, obwohl er auch einige aussetzer hatte. das kuriose dabei war, daß sich kürzlich davor die band mit kimball noch gerichtlich bekriegt hatte, weil er unter anderem bei soloauftritten die alten hits mit dem slogan „kimball from toto“ zum besten gab. natürlich flippten die fans bei den erwähnten clubgigs fast aus, hatten die meisten von ihnen erstmals die gelegenheit die großen hits der band das erste mal anhand der originalstimmen vorgetragen zu bekommen. so wurde relativ schnell erwogen, kimball in die band zurückzuholen. fairerweise gegenüber kimball muß man auch noch anmerken, daß die rückholaktion eigentlich schon für das album „past to present“ (auf welchem dann die 4 unseligen songs mit byron gepackt wurden) vorgesehen gewesen war und als erster song „goin` home“ (welcher dann auf dem XX – album verspätet zu finden war) schon aufgenommen war. sony meinte damals „no way“…
die ersten jahre nach kimballs comeback verliefen dann auch ganz erfolgreich und er hielt sich stimmlich sehr gut. als der mann dann aber langsam auf die sechzig zuging, wurden die off-nights immer mehr. ist aber logisch daß ein 60ig-jähriger nicht mehr astrein songs bringen kann welche für einen 30igjährigen geschrieben wurden, noch dazu wenn die gesangsparts zum großteil extrem hoch sind. bobby tat aber leider bei den konzerte in folge genau das verkehrte, er versuchte es andauernd mit gewalt und so artete sein gesang oftmals in fast unerträgliches gekreische aus. das ist für mich leider nicht zum aushalten. obwohl ich schon festhalten muß: der mann hatte man eine gewaltig tolle stimme und die hits (er hat die sogenannten großen drei ja gesungen: rosanna mit lukather, africa mit david paich und hold the line alleine) und außerdem ist er (zumindest seit seiner rückkehr) ein absoluter vollprofi und sehr sympathischer mensch. daß er vielleicht in den augen vieler nicht gut aussieht, möchte ich nicht beurteilen und wäre für mich auch kein kriterium. wenn lukather die band jetzt nicht aufgelöst hätte, hätte man ohnehin wieder ein sängerproblem gehabt, weil bobby`s stimme das lange
touren ganz einfach nicht länger oder nicht mehr lange verkraftet hätte.
für mich persönlich muß ich sagen, daß mir die stimme von joseph williams immer mehr gefallen hat. aber natürlich geschmacksache.
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