Startseite › Foren › Kulturgut › Print-Pop, Musikbücher und andere Literatur sowie Zeitschriften › Die Drucksachen › Von Kafka bis Bernhard › Wilhelm Genazino › Re: Wilhelm Genazino
Als literarischer Klugscheißer und Möchtegern-Intellektueller, der ich bin, möchte ich nur mal anmerken, daß mittlerweile echt jedem Hinz und Kunz der Büchner-Preis verliehen wird – ganz einfach, weil denen spätestens seit Mitte der 80er die wirklich würdigen Preisträger ausgegangen sind… meiner Meinung nach kam da nach Friedrich Dürrenmatt nichts mehr, was man nun wirklich unbedingt mit einem Preis hätte versehen müssen. Auch sind die Preis-Reden der letzten Jahre nix mehr, ich erinnere nur an den „Meridian“ von Paul Celan – das war doch noch mal ne Rede!!!
Bin mal gespannt, wann die „Pop-Literaten“ Christian Kracht, Joachim Bessing oder Benjamin von Stuckrad-Barre oder (noch schlimmer) die unerträgliche Judith Herrmann (oder wie die „Sommerhaus“-Püppi genau heißt) den Büchner-Preis hinterhergeworfen bekommen… ist nur noch ne Frage der Zeit, meiner Meinung nach.
Aber nicht, daß jetzt noch jemand da draußen denkt, daß ich den Preis haben möchte und deshalb so vom Leder ziehe… :lol:
Es ist, wie es ist und wie Thomas Bernhard mal geschrieben hat:
„Einen Preis annehmen ist schon eine Perversität, sagte mein Freund Paul damals zu mir, einen Staatspreis anzunehmen aber ist die größte.“ (Näheres siehe „Wittgensteins Neffe“)
--
„Kreuzberg ist so hart, dass sogar die Steine sagen: Wir sind zu weich für die Strasse. So hart ist Kreuzberg.“ (Catee)