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Originally posted by Anachronist@12 Apr 2004, 19:01
Ich habe gerade noch mal im Lexikon nachgeschaut, und außer der Unterscheidung zwischen normaler und „harter Pornographie“ wird der Begriff einfach als Darstellung sexueller Akte in Schrift- und Bildwerk definiert. Wenn ich also zwei (oder mehr) sozialversicherte Darsteller/innen dabei beobachten kann, wie sie vor der Kamera ihren Spaß haben (und das eben nicht nur vorgeben, weil sie hinterher dafür Geld bekommen), dann besteht da zumindest laut Definition kein Unterschied zu der Darstellung eines einzigen pornographischen Aktes innerhalb eines „seriösen“ Spielfilms wie „Romance“.
Richtig. Insofern finde ich, dass man es WENN SCHON dann so durchziehen muss, dass jegliche Hardcore-Szenen im Fernsehen geschnitten werden, sprich auch der explizite Oralsex in „Intimacy“ oder die Szenen in „Romance“ (sofern es welche gibt; kenne den Film ja nicht) nicht zu sehen sind. Denn bloß weil Filme, von wem auch immer, dem sogenannten „Arthaus-Kino“ zugeordnet werden, ist es doppelmoralisch dort den Hardcore zu zeigen, Pornos aber nicht, weil ja dort „pornographische Szenen“ zu sehen sind. Denn bei Gewaltdarstellungen wird ja im Fernsehen auch gekürzt, obwohl der Film, ich nenns mal „anspruchsvoll“ ist. Diese Argumentation seitens der FSK und der Fernsehsender ist zweifelhaft, da stimme ich mit Dir überein.
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