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Originally posted by Napoleon Dynamite+12 Apr 2004, 17:52–>
QUOTE (Napoleon Dynamite @ 12 Apr 2004, 17:52) Originally posted by Anachronist@11 Apr 2004, 02:26
Mein Eindruck ist der, daß heutzutage die finanzielle Komponente einen ungleich größeren Einfluss darauf hat
nein. eindeutig. historisch in den einschlägigen büchern belegbar. das ist der alte new hollywood traum, der nach hinten ins leere führt.
Wahrscheinlich habe ich mich falsch ausgedrückt; ich meinte eigentlich die vermeintliche Planbarkeit finanziellen Erfolgs eines Mainstream-Streifens, zu deren Lasten dann oftmals die vielversprechendsten, da auch aufgrund ihres Inhalts ökonomisch riskanteren Filmprojekte auf der Straße bleiben, und die Marketingabteilung letzten Endes nicht nur darüber entscheidet, wie bzw. daß auch der unkonventionellste Film konventionell beworben wird, sondern m.E. bereits bei der Entscheidung über neue Filmproduktionen zu viel Einfluß besitzt. Deshalb meine These: Man müsste beim Marketing anfangen, um schließlich die Qualität von Mainstream-Streifen an die des Programmkinos anzunähern. Dann würden auch die „ahnungslosen“ Mainstream-Regisseure mit der Zeit durch fähigere Kollegen aus der Autoren-Ecke ersetzt, die sich sicherlich auch mal über ein zweistelliges Millionenbudget freuen, wenn's denn der jeweilige Film überhaupt erfordert. Zumindest würden sie sich über höhere Zuschauerzahlen freuen dürfen.
und dass die „klingelton generation“ (???) keine ahnung vom film hat, geht nur hübsch einher mit der ahnungslosigkeit vieler filmemacher, die sie vermittelt kriegen. am liebsten hätte man lust alle filmakademien zu sprengen, subventionen zu streichen, und dann schafft es jemand, der bsw. fassbinder gesehen hat, doch einen film zu machen.
Dann bin ich ja beruhigt.