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Originally posted by Jörg König@16 Feb 2004, 21:56
@ pauleKlar sind Gewerkschaften Lobby. Sie sind es aber offen und ehrlich. Wenn nur mal ein FDP-Abgeordneter genauso offen und ehrlich erklären würde, weshalb Markt und Wettbewerb die Heilsbringer schlechthin sind, außer bei Ärzten & Apotheken & Pharmafirmen, wären wir schon drei Schritte weiter.
Klar haben die Gewerkschaften selber schuld, dass sie als monolithische Betonfraktionen wahrgenommen werden. Wer sich öffentlich von dem Schrapnell Ursula Engelen-Kefer oder einem Möchtegern-Bonzen wie Klaus Zwickel vertreten lässt, darf sich über Image-Probleme nicht wundern.
Trotzdem ist da noch die Arbeit von uns Ehrenamtlichen und vielen Hauptamtlichen vor Ort… Die machen was, die lassen auch mal Wochenenden Wochenenden sein und haben dann im besten Fall die Schließung eines Altenheims oder einer Sozialstation verhindert. Und trinken einen Sekt mit Mitarbeitern und Patienten.
@ can
… und am nächsten Tag steht in der Zeitung, dass die Betonfraktion mal wieder die nötige Struktur-Anpassung verhindert hat; nicht jedoch, dass der vor 5 Jahren auf gleiche Weise gerettete Betrieb nebenan seit 3 Jahren Gewinne erwirtschaft. Dann werde ich polemisch, auch wenn's nicht immer die Richtigen trifft.
gehört zwar nicht so ganz zum thread, aber ich springe da jetzt mal auf.
gewerkschaften sind an sich eine gute und wichtige sache. ohne die würde es uns allen wesentlich schlechter gehen, unbestritten.
bin selbst sei langen jahren mitglied in einer und bleibe es auch.
was ich aber so traurig finde, ist die ständige wiederholung dieser „animal Farm “ geschichte.
sobald einer macht hat, wird sie oft ausgenutzt. der blickwinkel verzerrt sich. irgendwann ist nicht mehr das wohl der mitglieder gefragt, sondern der vorstand sieht zu, wie er seine eigenen schäfchen ins trockene bringt.
klar muss man kompromisse eingehen, sonst erreicht man nichts, aber darf sowas so weit gehen, dass ohne rücksicht auf verluste und um jeden preis der eigene besitzstand gewahrt wird?
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