Re: Musikalisches Tagebuch

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sokrates
Bound By Beauty

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dr.musicIch vergaß, noch extra „fürn Sokrates“ dahinter zu schreiben.:lol:

Ich fühle mich geschmeichelt. ;-)

dr.musicDie Platte ist anstrengend, fürwahr. Insbesondere der abschließende Titelsong, aber auch „Spiderwebs“, den ich nicht unter den besten fünf höre. Überragend immer noch „Don’t speak“. Gut auch „Just a girl“ wie „Sunday morning“. Mitte der 90er war die Band ein ziemlicher Hype. Ich stieg drauf ein.

Hype im Sinne von hoch gehandelt, aber nichts dahinter, wäre ungerecht. Ich habe die Band seinerzeit auch irgendwo in Jersey live gesehen, die waren schon gut und konnten was. Allerdings muss man einräumen, dass die Alben mit der Zeit immer schwächer wurden.

Was das Album „Tragic Kingdom“ – für mich – anstrengend macht, ist der Ska-Anteil, dessen monotone, hämmernde Rhythmik in einer Reihe von Songs die Vorherrschaft übernimmt. „Just a Girl“ hat mich in der Akkordfolge und Teilen der Melodie immer an den Klassiker „Don’t let me be misunderstood“ erinnert. Was für „Spiderwebs“ spricht: In der Regel wählen Künstler als Opener einen starken Track aus; der Song war – noch vor „Don’t Speak“ – als erste oder zweite Single ausgekoppelt. (Ich habe die Reihenfolge nicht mehr genau im Kopf.) Auch das macht man nur mit guten Nummern. Den Titelsong am Ende hätte ich bei Dir positiver erwartet, weil er bombastisch klingt, was mit Deiner Vorliebe für Prog hätte korrespondieren können. Aber vielleicht warst Du zu dem Zeitpunkt schon genervt und enttäuscht.

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„Weniger, aber besser.“ D. Rams