Re: Musikalisches Tagebuch

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gruenschnabel

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pink-niceWenn ich so einen Kram schon höre…kennen keinen Song den er versaut hat…einen Carl Palmer brauchten sie nicht…genau so Diskussionen gibt es andauert über Starr und Watts…oder jetzt mit Ritchi…es kommt nicht darauf an ob man tausend Noten in der Minute spielt.

So sehe ich das im Prinzip auch. Gerade Pink Floyd ist nun sicherlich eine Band von maximal mittelmäßigen Instrumentalisten: Waters‘ Gesang ist für sich genommen dilettantisch schlecht, sein Bassspiel nicht mehr als grundlegend solide, Masons Spiel hat auch überhaupt nichts annähernd Besonderes und Wrights Möglichkeiten auf den Tasten sind sehr, sehr beschränkt. Einzig Gilmour ist mit einer Gitarre auf dem Bauch geboren worden – nicht als Virtuose, aber mit der ganz außergewöhnlichen Begabung, mit jedem einzelnen Ton den intensivsten Blues vermitteln zu können.

Und trotzdem ist aus dieser vordergründig mediokren Versammlung ein ganz großes Ding geworden. Weil sie eben wussten oder fühlten, wie sie etwas höchst Stimmiges daraus machen können, ohne sich daran zu verheben. Und dann ist ihre instrumentale (und selbst die vokale) Limitiertheit auch völlig irrelevant. Ich möchte bei „Wish you were here“ weder einen Ian Gillan noch einen Bill Bruford. Masons Spiel wirkt auf mich allerdings dann auf „Division bell“ grotesk, weil der Tanzkapellenstil in einem solchen sentimental-rührseligen musikalischen Kontext dann eben durchaus negativ auffällt.

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