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…nun gut.
Für den einen grauenhafte Frauenmucke, für den anderen das höchste aller Gefühle.
So scheiden sich sicher auch bei Run Rig die Geister.
Warum auch nicht?
Meinen ersten Kontakt zu RunRig hatte ich durch das Album „Heartland“ (1985), daß mir bis heute auch das liebste geblieben ist.
Es stellt für mich auch einen Wendepunkt dar.
Waren es vorher auf den beiden Vorgängeralben „Highland Connection“ und „Recovery“ eher noch die schottischen Tanzmusik- und Folkloreelemente, die ein rockiges Gewand gepackt wurden und auf dem Erstlingswerk „“Play Gaelic“ eh‘ reinste moderne schottische Musik, die zum Tanz aufspielte, hatte die Band mit „Heartland“ den Vollzug einer Fusion brillant durchgeführt.
Noch keine Spur späterer Pop-„Anbiederungen“, sondern klar strukturierter Celtic Rock mit viel Tradition. Auf „The Cutter and the Clan“ trug sich dieses noch fort, aber spätestens bei „Searchlight(1989) war es nicht zu überhören, daß hier auf den Popmarkt geschielt wurde. Die Songs wurden gefälliger und geschliffener.
Vielleicht erst mit dem Fortgang Munros kam wieder etwas „Bewegung“ in die Musik, die auch wieder an Rockelementen gewann. Die Musik wurde teilweise wieder etwas direkter, zupackender. Mit „Proterra“ hat man sich dann auch an neue Produktionstechniken getraut, das vielleicht „modernste“ Album bislang.
Es bleibt aus meiner Sicht:
Höhepunkt = „Heartland“
Ihre beste Zeit = 1981-1988
Ihre „flaueste“ Zeit = 1991-1998
Zukunft = vielversprechend, a) für den großen Markt, wenn man sich „chartstauglich“ orientiert, b) für hochwertige Musik, wenn man versucht, auf dem Boden keltischer Tradition wieder mehr individuelle Musik macht!
In diesem Zusammenhang empfehle ich Gegnern wie auch Freunden von Run Rig einmal folgende Bands / Musiker zu „testen“:
WOLFSTONE
GREAT BIG SEA
RAWLINS CROSS
TOSS THE FEATHERS
PAPERBOYS
MOVING HEARTS
PAT O’MAY
OYSTERBAND
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