Antwort auf: Umfrage: Die 20 besten Tracks von Die Ärzte

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jan-lustiger

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Die Ärzte sind im Forum wohl eine größere Singles-Band als ich dachte. Auch die Liste von @talkinghead2 hat einen großen Hit-Gehalt, begonnen mit dem Dreier-Schlag „Westerland“ (Das ist nicht die ganze Wahrheit…, 1988), „Schrei nach Liebe“ (Die Bestie in Menschengestalt, 1993) und „Zu spät“ (Debil, 1984) gleich am Anfang. Das dürften wohl die drei ikonischsten Ärzte-Songs gleich hintereinander sein.

14 der gewählten Tracks liegen Kompositionen von Farin Urlaub zugrunde. Eine Besonderheit ist sicherlich die zweimalige Nennung von „Westerland“, einmal ganz regulär auf der 1 und dann im „Kommerzmix“ (so die originale Bezeichnung auf der 12″ – „To the Max“ hieß das ganze dann bei der Wiederveröffentlichung auf der Compilation Das Beste von kurz nach früher bis jetze im Jahr 1994) am Schluss, bei dem Farin Urlaub und Bela B. versuchten, sich gegenseitig in aberwitzigen Neu-Interpretationen des Westerland-Stoffes in verschiedensten Genres zu überbieten, weswegen auch folgerichtig beide als Komponisten/Texter angegeben werden, während der eigentliche Hit nur auf Farins Kappe ging. Das Ergebnis soll euch nicht vorenthalten werden:

Weitere Urlaub/Felsenheimer-Kompositionen sind natürlich „Schrei nach Liebe“ sowie „Radio brennt“ und „2000 Mädchen“ – beides neue Tracks auf der Compilation Ist das alles? 13 Höhepunkte mit den Ärzten  von 1987. Mit „½ Lovesong“ (13, 1998) tritt Bela auch als Co-Komponist von Rods erster Singleauskopplung auf. „Manchmal haben Frauen…“ (Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer!, 2000) ist im Falle talking-heads der obligatorische Bela-Song. Das am meisten genannte Album ist mit drei Nennungen die 1998er Erfolgsscheibe 13, die durch den Mega-Hit „Männer sind Schweine“ durch die Decke ging, den talkinghead auch als erster Teilnehmer listet.

Neben dem Kommerzmix möchte ich das Scheinwerferlicht auf „Ist das noch Punkrock?“ (Musik & Text: Farin Urlaub) vom Album auch (2012) lenken, das mit feinsinniger Ironie die ewige Frage auseinandernimmt, mit der sich Die Ärzte fast seit Beginn ihrer Karriere auseinandersetzen durften. An dieser Stelle sei mir erlaubt, darauf hinzuweisen, dass ich vor 13 Jahren (meine Güte, ist das lange her) einen kleinen Text über ebendiesen Track geschrieben habe: bitteschön.

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