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Feya Faku – Hommage
Stell dir vor, es ist dein erstes Album, und du beschliesst, es all den wichtigen Lehrern zu widmen, die dich auf deinem Weg begleitet haben, jeder kriegt ein Stück… so entsteht eine Sammlung von sechs oder sieben Kompositionen, die alle einem total beeindruckenden, tief spirituellen Herrn in den besten Jahren gewidmet sind… jedes einzelne total schön… aber man muss schon ein verdammt guter Komponist sein, damit hier nicht alles ein bisschen gleichförmig klingt… und Feya Faku ist gut aber nicht verdammt gut… wenn man ehrlich ist, klingt auch die Widmung an seine verstorbene Mutter ein kleines bisschen ähnlich wie die Kompositionen für Bheki Mseleku, Abdullah Ibrahim, Duke Makasi, Winston Mankuku Ngozi und George Tyefumi, Trompeter von Spirits Rejoice, von dem er das Flügelhorn geerbt hat… then again: es gibt hier Widmungen an Bheki Mseleku, Abdullah Ibrahim, Duke Makasi, Winston Mankuku Ngozi… und das ist ja auf dem Papier schonmal ganz attraktiv, sie haben hier im Forum viele Freunde.
In der Band trifft Feya Faku, der mit all den anderen Südafrikanern gespielt hat, auf eine Supergroup der dritten Generation des Tilburger Jazz. Jeroen van Vliet (p) und Eric van der Westen (b) waren damals 1998 in der Band von Paul van Kemenade, die eine Tour mit südafrikanischen Gästen veranstaltete… das Soloalbum von Faku entstand im Quintett mit Pascal Vermeer (dr) und Mete Erker (ss/ts), Weggefährten von van der Westen und vor allem van Vliet. Ist das jetzt südafrikanischer Jazz? Tilburger Jazz? ich hätt ja immer gesagt, Südafrika erkennt man nach einem Ton, aber das ist hier eher nicht so… ich würd fast sagen, ich hör eher Tilburg, die Liebe zu den schönen Melodien… und wie gesagt: wenn man nur ein Stück hört, ist das hier ein ganz tolles Album, egal welches Stück. Aber die Stücke sind alle irgendwie ähnlich… Wahrscheinlich wär es schlau gewesen, die Themen ein bisschen abzuwechseln, ein Stück für einen Tag am Strand, einen süssen Hundewelpen, eine Fahrt mit dem Hubschrauber – egal was… That said, Faku hat einen schönen Ton, der hier gut in Szene gesetzt ist…das Eric van der Westen Album, das hier neulich lief ist besser als das hier… gibt noch ein zeitgleiches Album von Paul van Kemenade mit ähnlichem Personal inklusive Faku , das ich mal anhören muss…
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