Antwort auf: Der letzte Film, den ich gesehen habe (Vol. II)

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pfingstluemmel
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Weiterhin gesehen:

In the Cut (Regie: Jane Campion – USA/Großbritannien, 2003) 8/10
Halley (Regie: Sebastián Hofmann – Mexiko, 2012) 7/10
Boy Meets Girl (Regie: Leos Carax – Frankreich, 1984) 8,5/10
Tōkyō nagaremono (Regie: Seijun Suzuki – Japan, 1966) [Re-Watch] 8,5/10

Heutzutage als feministischer Film wahrgenommen, der Femme fatale-Klischees ad absurdum führt und den male gaze geschickt unterläuft, wirbt das alte deutsche Cover von In the Cut noch mit markigen Sprüchen wie „Vorsicht! Meg Ryan zeigt alles“ und „pikanten Erotik-Szenen“. Klar, kann man natürlich auch einfach als Serienkiller- oder Erotik-Thriller mit Bava-Ausleuchtung und unsimuliertem Blowjob rezipieren, das wäre aber nur der halbe Spaß.

Die leider schon vor Jahren eingestellte arte Trash-Reihe hat meinen filmischen Horizont nicht unerheblich erweitert. Im Grunde zeigte man dort auch keinen Trash im üblichen Sinne, sondern abseitiges Kino mit Kunst- oder Gegenkultur-Touch, stets dazu bereit, Grenzen und Tabus zu überschreiten und zu brechen. Tōkyō nagaremono war eins dieser Erlebnisse. Immer noch ganz wundervoll.

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