Antwort auf: America: Alibi

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oiseau

Registriert seit: 18.05.2012

Beiträge: 136

Survival ****1/2
=> War nach einigen Jahren kreativer Mittelmäßigkeit in den End 70ern endlich mal wieder eine ganz starke Single von ihnen. Hätte einen ähnlichen Erfolg wie ein Sister Golden Hair verdient gehabt, schlug aber überraschenderweise nur in Italien richtig ein.

Might Be Your Love ***
=> Naja, fast schon etwas langweilig und bedeutend schwächer als der Opener des Albums.

Catch That Train ***1/2+
=> Gelungenes Stück aus Alibi. Passend zum Titel auch vom Sound her gut umgesetzt, wäre bei mir durchaus im engeren Kreis der Single Anwärter gewesen.

You Could’ve Been The One ***1/2
=> Ein ganz passables Stück, welches in den Charts so gut wie nichts riss (#114 US Billboard).

I Don’t Believe In Miracles ***1/2
=> Die etwas verkitschte Ballade gehörte ja quasi zum Pflichtprogramm auf America Alben zu dieser Zeit, hier allerdings geschrieben von Russ Ballard, der ihnen kurz später ja mit You Can Do Magic nochmal einen großen Erfolg bescherte.

I Do Believe In You **
=> Ziemlich belanglose und eher schwache Nummer, wurde nicht von America geschrieben sondern von George, Lang, Manfredi, Page…

Hangover ***1/2+
=> Hat durchaus was, diese eher ungewöhnliche Nummer im Portfolio von America. Viele Gitarren sind hier zu hören, eine davon klingt stark nach dem Sound für den Andy Summers bei The Police berühmt wurde (wohl ähnlich effektiert).

Right Back To Me ***1/2
=> Könnte man als eine Art zweites Survival bezeichnen, da die Komposition von Beckley hier in seiner Art ähnlich ist. Leider wurde nicht die melodische Klasse des besagten Titels erreicht, weshalb es „nur“ zu einer 3.5 reicht.

Coastline ****
=> Eine verträumt sommerliche Nummer von Beckley, die mir melodisch und von der Atmosphäre her sehr gut gefällt. Vor allem der überraschende B-Teil („I’m headin‘ out over an ocean of blue“) ist sehr gelungen.

Valentine **1/2
=> Die Rockstimme aus Hangover behielt Bunnell hier gleich bei und präsentiert uns einen leider eher mittelmäßigen Rock’n’Roller.

One In A Million ***+
=> Ganz nette Ballade, wobei mir die vergleichbaren Coastline und I Don’t Believe in Miracles auf Alibi wohl noch ein klein wenig besser gefallen, waren halt leider keine Singles.

Gesamt: * * * 1/2
Für mich ist Alibi ein Album mit extremen Gegensätzen, das mit Survival endlich mal wieder einen Song von echtem Weltklasse-Format bietet. Besonders die atmosphärischen Momente wie Coastline oder die interessanten Gitarren-Experimente in Hangover gefallen mir hier richtig gut. Dass es in der Gesamtwertung dennoch nicht für ganz oben reicht, liegt an den leider auch vorhandenen Totalausfällen und einigen eher mühsamen Rock-Versuchen, die das Niveau wieder etwas nach unten ziehen.

zuletzt geändert von oiseau

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