Antwort auf: America – Harbor (1977)

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oiseau

Registriert seit: 18.05.2012

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God Of The Sun ***1/2
=> Sicher kein Kracher, aber doch recht anständige Nummer von Beckley.

Slow Down ***
=> Disco/Funk von Dan Peek. Nicht extrem aufregend, aber noch okay.

Don’t You Cry ***+
=> Nochmal Dan Peek: Diesmal eine Ballade, die mir in den Strophen wesentlich besser gefällt als im seicht hindümpelnden Refrain.

She’s Gone **1/2
=> Eher mittelmäßige Kost im Rockgewand.

Political Poachers ****1/2
=> Zählt eindeutig zu den positiven Ausnahmen des Harbor Albums. Besonders ein gelungener Refrain und die Sitar macht es zusätzlich interessant. Auch der Harmoniegesang ist reizvoll. Starke Nummer.

Sarah ***1/2
=> Sehr romantische Ballade, empfinden einige vielleicht schon als zu verkitscht. Musikalisch aber durchaus interessant, die orchestrale Begleitung gefällt mir auch sehr und klingt nach George Martin.

Sergeant Darkness ***1/2+
=> Passend zum Titel eine schwermütige Ballade.

Are You There ***+
=> Typische America Softness mit einer Prise Funk. Hier aber eher zweitklassig vorgetragen, vor allem der Gesang von Bunnell ist gewöhnungsbedürftig. Geht insgesamt aber noch in Ordnung.

These Brown Eyes **1/2
=> Die Anfangsakkorde klingen sehr ähnlich wie bei Amber Cascades, wird dann aber zu einer äußerst seichten Pop-Nummer.

Monster ****1/2
=> Diese ruhigere Nummer von Beckley sticht neben Political Poachers ganz klar aus dem Album heraus und ließ mal wieder die vorhandene Klasse der Band aufblitzen. Eine erstklassige und bewegende Folk-Nummer mit tollen Akkorden und Stimmharmonien.

Hurricane ***1/2
=> Flotter Rock’n’Roll, durchaus interessantes Stück.

Down The Water **1/2
=> … hauptsache schönes Wellenrauschen ist zu hören. Klingt etwas nach den Beach Boys, brilliant ist es aber bei weitem nicht.

Gesamt: ***+
Das Album ist für mich ein Wechselbad der Gefühle: Während Highlights wie Political Poachers oder Monster die alte Klasse der Band aufblitzen lassen, ziehen die eher seichteren Momente den Gesamteindruck leider etwas nach unten. Dennoch bleibt es ein hörenswertes Dokument der George-Martin-Ära, auch wenn die ganz große Durchschlagskraft früherer Werke fehlt.

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