Antwort auf: America – Hideaway (1976)

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oiseau

Registriert seit: 18.05.2012

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Lovely Night ***1/2
=> Klingt stellenweise etwas nach Substitute von Clout (Original von Righteous Brothers), Rhythmus klingt nach Reggae, findet sich eher auf der etwas seichteren Seite wieder.

Amber Cascades ****+
=> Zählt zu den Highlights aus dem ansonsten eher schwächeren Album Hideaway. Natürlich wie von der Band gewohnt eher etwas softer, was nicht einhergeht mit schlechter Qualität. Musikalisch gelungen, tolles Bassplay von David Dickey, melancholische Akkorde und auch die Orchesterbegleitung gefällt. Die Live Version aus dem 77er Album ist auch zu empfehlen.

Don’t Let It Get You Down **1/2
=> Eher mühsamer Rocker, klingt wenig nach America.

Can’t You See ***1/2
=> Eine liebliche Hommage an die Heimat, die gewohnt sanfte Komposition von Dan Peek inklusive „Western“ Mundharmonika und Wohlfühlfaktor.

Watership Down ***+
=> Die orchestrale Begleitung hat was weihnachtliches, ansonsten gewohnt balladeskes von Gerry Beckley.

She’s Beside You **
=> Nunja, dieses Stück von Dan Peek zählt eher zum schwächeren Inhalt auf Hideaway. Der Harmoniegesang rettet es noch halbwegs.

Hideaway Part I ***1/2
=> Dramatisch anmutendes orchestrales Instrumental, welches von den Akkorden her stellenweise fast an die Titelmelodie aus Knight Rider erinnert. Takt ist eher ungewöhnlich in 5/4 gehalten.

She’s A Liar ***1/2
=> Ein eher durchschnittliches Hörvergnügen mit markantem Gitarrenriff. Gab schlechteres auf dem Album Hideaway, war außerdem auch eine Single, die allerdings nicht chartete.

Letter ***
=> Handelt sich hier doch um ein äußerst mittelprächtiges Werk aus der Feder von Dewey Bunnell.

Today’s The Day **1/2
=> Ich mag die Band und ihre zumeist softe Seite ja größtenteils wirklich gerne, wenn dann allerdings noch eine gewisse Seichtheit wie hier hinzukommt wirds problematisch. Zudem eine musikalisch äußerst simpel gehaltene Nummer.

Jet Boy Blue ***
=> Geschrieben von Dan Peek und seiner Frau. In der Tat okay, aber gehört eher zur zweiten oder dritten Garde an Songs von Dan Peek.

Who Loves You ***1/2
=> Gerry Beckley Komposition, von der Art her leichte Ähnlichkeit zu Sachen wie Daisy Jane, dazu gibts einen Hauch winterliche/weihnachtliche Atmosphäre durch die orchestrale Begleitung. Zählt für mich zu den besseren Sachen auf Hideaway.

Hideaway Part II ***1/2
=> Zunächst mal sehr ähnlich zu Part I, vom Takt her diesmal allerdings ein 3/4 Walzer und damit vollkommen anders als Part 1 – raffiniert gemacht.

Gesamt: * * *
Kommt für mich leider nicht an ihre ersten Alben heran – tatsächlich markiert Hideaway für mich einen qualitativen Tiefpunkt der Discographie. Während „Amber Cascades“ als atmosphärisches Highlight noch die alte Klasse aufblitzen lässt, verliert sich der Rest des Albums oft in Belanglosigkeiten, mühsamen Rock-Versuchen wie „Don’t Let It Get You Down“ oder einer problematischen Seichtheit wie bei „Today’s The Day“. Trotz der gewohnt sauberen Produktion und einiger raffinierter orchestraler Ansätze in den „Hideaway“-Teilen bleibt am Ende nur ein eher mittelmäßiger Gesamteindruck.

zuletzt geändert von oiseau

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