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Spannend, eure Listen zu lesen, danke allerseits! Dass ich „The Brutalist“ verpasst hab, ärgert mich gerade wieder … und auch „The Mastermind“ klappte leider nicht (der war hier aber noch nicht regulär im Kino glaub ich, vielleicht klappt das ja noch). „The Phoenician Scheme“ habe ich in meinem Post übersehen – schon wieder vergessen vermutlich … dass „Amrum“ so gut wegkommt, überrascht mich ein wenig – nach dem, was ich so drüber gelesen hatte, hatte ich gar keine Lust darauf. Und „Honey Don’t“ holte ich ja gerade (bei der CH-Premiere, soweit ich weiss) nach – dem gebe ich aber einen Stern weniger als lysol (oder wenigstens einen halben).
Hier hat am Donnerstag das Stummfilmfestival begonnen und bisher gab es:
3 Bad Men (USA 1926) – zur Eröffnung einen für mich neuen John Ford … und einen tollen obendrein! Begleitet haben Los Dos, die gemäss ihrer Website „urban archaic swamp’n’city blues“ spielen – das sind Han Sue Lee Tischhauser (Gitarre, Banjo, Mandoline, Harmonika, Stimme usw.) und Luca Ramella (Schlagzeug, Percussion), dazu kamen Ambrosius Huber (Cello) und Flo Götte (Bass, Bajo quinto, Harmonika usw.). Sehr stimmig umgesetzt, unter Einbezug einiger (instrumentaler oder allenfalls wortlos gesummter) Songs und Stücke, die ich aber nicht kannte.

With Reindeer and Sled in Inka Länta’s Winterland (Med ackja och ren i Inka Läntas vinterland) (SE 1926), ein Film von Erik Bergström, der als Schulinspektor tätig war und vor diesem letzten Film schon einen weiteren im Norden des Landes, im Gebiet der Sámi, gedreht hatte. Der Film mischt Dokumentarisches mit Fiktion, blendet natürlich die Unterdrückung der Sámi aus, erzählt vom kargen Leben in der Kälte, in der Gegend um Jokkmokk, wo die Protagonisten nomadisch mit ihren Rentieren leben. Wir begleiten sie auf der Schlittenfahrt zum Markt, beim Umzug wegen eines Wolfes (und der nachfolgenden Jagd auf diesen), beim Schlachten der Rentiere (da fehlt fast die ganze Szene – manche finden wohl: zum Glück), durch Tod und am Ende etwas unmotiviert aufgepfropft, neuem Glück … vertont hat den Film das Ayumi Tanaka Trio (mit Ayumi Tanaka-p, Christian Meaas Svendsen-b, Per Oddvar Johansen-d) und das war ebenfalls perfekt umgesetzt.
Den Film kann man hier (nur mit schwedischen Zwischentiteln) sehen:
https://www.filmarkivet.se/movies/med-ackja-och-ren-i-inka-lantas-vinterland/
Heute geht es weiter mit Hitchcock, „The Pleasure Garden“ (GB 1925) mit den bestens bekannten Günter A. Buchwald und Frank Bockius sowie dem Lokalmatador und Grandseigneur des Jazz und der Elektromusik, Bruno Spörri. Danach muss ich es unter der Woche etwas ruhiger angehen …
Falls wer neugierig ist, hier gibt’s den Überblick über das ganze Programm:
https://filmpodium.ch/reihen-uebersicht/58239/
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