Antwort auf: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

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nicht_vom_forum

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latho
Das Märchen von den „auserzählten Genres“ schwebt ja eigentlich seit den 80ern herum und wird ja gerne mal trollend benutzt, siehe auch Simon Reynolds etc. Nicht die individuelle Musik ist altbacken, ganze Genres, anscheinend inklusive Graubereichen, sind es pauschal. Da ist DD jetzt einen Schritt weiter als in den 80ern, als er nur den Stones vorwarf, sie könnten nichts Neues mehr bringen. Denkfaul, das Ganze und letzten Endes eine Sackgasse. Wenn Genres „auserzählt“ sind, braucht man konstant neue Genres, will man neu Musik noch goutieren – wer definiert die, wer macht die?

Sind nicht Genres an sich schon ein Symptom von Denkfaulheit? Jedenfalls, wenn man von ganz groben Kriterien mal absieht? Ich würde mich fast schon auf den Standpunkt stellen, dass Genres in dem Moment „auserzählt“ sind, in dem sie benannt sind. Was individuelle Musiker nicht davon abhalten sollte, innerhalb der Genregrenzen interessante Musik zu machen.

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