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Geri Allen, Charlie Haden, Paul Motian – In the Year of the Dragon / Segments | März und April 1989 im Sound Ideas in New York, einmal für JMT, das andere Mal für DIW. Ich höre das ähnlich wie @vorgarten: tolle Atmosphäre auf beiden Alben, aber richtig abheben kann die Musik nur beim zweiten, wo selbst in den Bebop-Stücken („Marmaduke“ und „Segment“ sind halt auch nicht die Parker-Tunes, die alle Tage gespielt werden) ungewöhnliches passiert. Da wirkt das Trio fokussierter, es kommt immer wieder auf die Essenz – selbst in der Miniatur „Home“, wo Haden unter den Marschtrommeln des Komponisten Motian den Kern findet. Motian ist überhaupt kratzbürstig hier, geht ständig gegen den Flow und trägt ihn doch mit … faszinierend. Und das ist auch wieder eine Art Rausch, aber ein stiller, fast in sich gekehrter.
Für mich ist das alles noch zu frisch, als dass das Lieblingsalben sein könnten (nach Allens Tod gekauft und dann erstmal drei oder vier Jahre nicht angerührt, weil Todesfälle halt oft doch nicht der passende Anlass sind, etwas neu zu entdecken oder zu vertiefen – Bekanntes wieder anhören funktioniert für mich oft gut, aber Neues dazu nehmen lieber mit genug Distanz).
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba