Startseite › Foren › Kulturgut › Das musikalische Philosophicum › Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert › Antwort auf: Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert
DD der Jüngere: „Seit die Musik zu einem Wirtschaftszweig geworden ist, in dem sich viel Reibach machen lässt, war – Verzeihung – Scheißmusik die Norm und Kunst die Abweichung. Ob diese Scheißmusik nun von Menschen oder KIs produziert wird, ist doch eigentlich herzlich egal.“
Na ja. Zum einen ermöglicht es KI, die Produktionskosten von Scheißmusik zu senken und mehr Scheißmusik in den Markt zu drücken als je zuvor. Unsere Aufgabe als Musikliebhaber, die „Nadeln im Heuhaufen“ zu finden, wird nicht einfacher, wenn dieser Haufen immer größer wird. Zum anderen ist es deshalb nicht egal, weil Einkommensmöglichkeiten für Musiker wegfallen. Die meisten Musiker brauchen mehrere Einkommensquellen, weil sie von keiner einzelnen leben können – und die Möglichkeit, sich durch Produktion von Gebrauchsmusik ein Zubrot zu verschaffen, wird in Zukunft wegfallen. Es wird absehbar noch schwerer werden, sich als Musiker ökonomisch über Wasser zu halten, und das beeinträchtigt dann langfristig auch die Kunstproduktion. Außerdem wird das Handwerk des Musikschaffens entwertet, wenn man mit einer Software in Minutenschnelle Tracks schaffen kann, die ordentlich klingen.
--
To Hell with Poverty