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Detlef Diederichsen in der taz über KI in der Popmusik:
(…) der Musikproduzent und Autor Johann Scheerer fordert als Gegengift „eine klare Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten“ und „eine musikalische Gegenbewegung, die schätzt, was wir an Musik lieben: das Menschliche, das Unerwartete, das Überraschende“.
Ich fürchte, dass viele Leute genau diese Dinge an Musik stören. Mehr noch als bei der Produktion von Me-too-Musik, die sich innerhalb der Grenzen altbewährter und eigentlich auserzählter Genres wie Schlager, Country oder Indie-Rock bewegt, liegt das große Geschäft für KIs in instrumentaler Friseursalon- und Fitnessstudio-Muzak. Kunst interessiert nur eine verschwindende Minderheit.
Das war aber schon immer so. Seit die Musik zu einem Wirtschaftszweig geworden ist, in dem sich viel Reibach machen lässt, war – Verzeihung – Scheißmusik die Norm und Kunst die Abweichung. Ob diese Scheißmusik nun von Menschen oder KIs produziert wird, ist doch eigentlich herzlich egal.
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“There are legends of people born with the gift of making music so true it can pierce the veil between life and death. Conjuring spirits from the past and the future. This gift can bring healing—but it can also attract demons.” (From the movie Sinners by Ryan Coogler)