Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

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gypsy-tail-wind
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Cedar Walton Trio – Cedar Walton | Ich springe ein wenig in der Zeit, morgen dann nochmal 1984, aber jetzt noch dieses feine Album aus Monster vom 19. April 1985. Walton mit seinen langjährigen Partnern David Williams und Billy Higgins – und im Gegensatz zu den früheren Begegnungen finde ich ihn hier wirklich gut. Nach Jarrett ist das natürlich eine Art Rückfall in eine andere Welt, näher an Wynton Kelly als an Bill Evans, mit ein paar Prisen Funk von der alten Sorte im Klavier, aber aber anderswo merkt man durchaus, dass das aus einer späteren Zeit ist – in Williams‘ Stück, „Magical Lady“ etwa, in dem der Bass zu einem Latin-Beat der Drums eine Art Funk-Riff repetiert und Walton seinen Klavierklang kurz hält, fast wie ein Fender Rhodes. Auch Higgins hat ein Stück dabei, „Short Comings“, das letzte der ersten Hälfte. Der Opener „Third Street Blues“ und die drei auf der B-Seite der LP stammen von Walton: „Voices Deep Within“, „I’ll Let You Know“ und als Closer das „Bleecker Street Theme“. Ich kenne ja nur einen Bruchteil von Waltons grosser Diskographie, aber das hier ist ganz vorn dabei – kann sich neben Alben von Kollegen wie Tommy Flanagan oder Hank Jones unbedingt sehen bzw. hören lassen. Gutes Material jedenfalls und Stück für Stück exzellente Soli von Walton und starke Beiträge von den Sidemen, ein sehr gut eingespieltes, sehr tightes Trio.

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