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Gary Peacock / Keith Jarrett / Jack DeJohnette – Tales of Another | Und das muss jetzt doch auch noch sein, nachdem ich neulich das Album von Peacock mit Art Lande angehört habe… der verfrühte Prolog des späteren Standards Trios, zu dem ich danach gleich endlich komme. Natürlich ist das super, sehr frisch, sehr offen, eine etwas wärmere – so empfinde ich – Alternative zu den Trio-Experimenten von Chick Corea – vielleicht muss Trio Music doch auch wieder in den Player? Das das alles in recht unmittelbarer Nachbarschaft entsteht, dass aber Corea am Anfang der Dekade schon um Welten weiter scheint (danach aber nicht mehr weiter kommt) als Jarrett (der danach erst richtig loslegt, zumindest im Trio, die anderen Kapitel schloss er da ja schon ab – und klar waren die super, aber 1971, als „Now He Sings, Now He Sobs“ entsteht, hatte er auf dem Niveau noch nicht nichts vorzuweisen, erst recht nicht im Trio). Hier singen wenigstens zwei: der Mann am Bass und der Mann am Klavier – Rhapsoden gleichermassen, und das ist hier auch die Quintessenz: es wird gemeinsam gesungen, alles ist möglich, kaum etwas vorgegeben, aus einfachsten Elementen wird etwas Gemeinsames geschaffen. Im Rückblick tatsächlich Vorbote von Grossem, aber auch für sich genommen schon ziemlich verdammt gross!
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba