Startseite › Foren › Über Bands, Solokünstler und Genres › Eine Frage des Stils › Blue Note – das Jazzforum › Das Piano-Trio im Jazz › Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

Bill Evans Trio – Bill Evans at Town Hall (Volume One) | Ein Konzert aus New York vom 21. Februar 1966 mit Chuck Israels und Arnold Wise (der schon in den Fünfzigern mit Steve Kuhn gespielt hatte) – fünf Stücke landeten auf der LP, „I Should Care“, „Spring Is Here“, „Who Can I Turn To“ und „Make Someone Happy“ im Trio, dann als Closer das lange Medley „Solo – In Memory of My Father“ (auf einen „Prologue“ folgen „Story Line“, „Turn Out the Stars“ und ein „Epilogue“). Auf einer „Best of Bill Evans“-Platte erschienen später noch „Beautiful Love“ und „My Foolish Heart“, auf CD-Reissues des Town Hall-Albums auch noch „One for Helen“, insgesamt sind das 53 Minuten Musik – und die gehören zum besseren von Evans aus der Zeit. Mich dünkt sein Spiel engagierter aber auch zarter, vielschichtiger als auf dem Vorgänger-Album „Trio 65“. Israels macht längst (schon im Trident) einen exzellenten Job und Wise hat einen etwas zupackenderen Approach als Bunker, der vielleicht auch damit zu tun hat, wie Evans hier agiert. Mein Highlight hier ist neben dem Solo-Medley „Spring Is Here“, aber auch Bricusse/Newleys Pop-Song ist super – da spielt Evans lange Passagen mit Block-Akkorden, die so typisch Evans sind, wie man es sich nur vorstellen kann. Da braucht man einen halben Takt, um ihn zu erkennen – oder tatsächlich nur einen einzigen Akkord.
--
"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba