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ford-prefect Most of my heroes still don't appear on no stamp
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Im Museum of Modern Electronic Music, kurz Momem genannt, in Frankfurt/Main eröffnete soeben eine Sonderausstellung über den Techno-Club Omen, der von 1988 bis 1998 existierte und sich in einem Parkhausdeck in der Frankfurter Junghofstraße befand. Zwei, drei Straßen von der Alten Oper in der Innenstadt entfernt. Über diese Ausstellung berichtete gestern die Hessenschau im hr-Fernsehen mit einem Beitrag (ab Minute 21:38). Die Vernissage findet allerdings erst am Samstagabend statt. Also wer Bock hat … In dem Fernsehbeitrag sprechen Momem-Direktor Alex Azary und DJ Pauli Steinbach. Von Sven Väth, der sich gerade auf Welttour befindet, sieht man altes Archivmaterial von 1994. In der Ausstellung liegen zudem VR-Brillen aus, mit denen man auf dem Kopf virtuell das Omen von damals betreten kann.
Mitte der 1990er Jahre war das Frankfurter Omen bei meinen Mitschülern, die alle auf Techno und Rave abfuhren, der Sehnsuchtsort schlechthin. Für uns Teenager im beschaulichen Worms war das 100 Kilometer entfernte Frankfurt aber noch eine andere Welt, eine ferne Galaxie. Dabei war das Omen, das als Epizentrum der deutschen Techno-Szene galt, neben dem Berliner Tresor, als typischer „Pillenclub“ und heruntergekommenes Drogenloch verrufen, was ja auch irgenwie der Wahrheit entsprach. Die Ecstasy-Konsumenten wurden leicht spöttisch als „Druffis“ bezeichnet. Um am Wochenende im Frankfurter Omen zu feiern, nahmen viele Raver weite Anfahren mit Hunderten Kilometer auf der Autobahn auf sich. Selbst war ich leider nie im Omen gewesen … als der Laden im Herbst 1998 schloss, war ich gerade volljährig geworden. Für die Abschiedsfeier/Closing-Party damals sperrte die Frankfurter Polizei extra die Junghofstraße ab.
zuletzt geändert von ford-prefect--
Wayne's World, Wayne's World, party time, excellent!