Antwort auf: Der Big Band Thread

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gypsy-tail-wind
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Kaum war „More James in Hi-Fi“ im Kasten, löste James seine seit 1939 bestehende Band auf. Kurz darauf trat Elvis in der TV-Show der Dorseys auf, und damit war das Zeitalter der grossen Bands endgültig zu Ende. James führte seine Gruppe als Oktett mit neuem prominentem Drummer – Buddy Rich – weiter, sicherte sich einen Gig in Las Vegas, spielte in einem Western mit, nahm einen Anlauf, das Oktett für Capitol aufzunehmen (es gibt nur einen rejected take, das Band wurde vernichtet) … im Mai 1957 ging er dann wieder ins Studio, dafür erweiterte er die Band wieder zur 16köpfigen Big Band (5-3-5-4 inkl. Leader also 17), in der u.a. Ray Sims bzw. Herbie Harper, Willie Smith, Corky Corcoran, Ernie Small, Allan Reuss (in „Cotton‘ Pickin'“ spielt er ein rares Solo, sehr leise leider … das hätte bei Vanguard vermutlich besser geklappt) und Buddy Rich mitwirken. Der Drummer stand exklusiv bei Verve unter Vertrag und hiess deshalb „Buddy Poor“ – aber das wir niemanden auf falsche Fährten geführt haben. Drei Sessions in L.A. vom 2. bis 4. Mai und „Wild About Harry“ war fertig. vier Arrangements steuerte Ernie Wilkins bei (auch „What Am I Here For“, das Stück, das das Oktett im Vorjahr aufzunehmen versucht hatte), die restlichen stammte von Herb Lorden (der auch zweites Altsax und Klarinette spielt – an letzterer soliert er in „What Am I Here For“), Jay Hill und eines von Larry Kinnamon, dem Pianisten der Band (schon seit „More HJ in Hi-Fi“). Gab es auf dem Vorgänger noch ein Gesangsfeature für das Gesangstrio The Starlighters, ist inzwischen alles instrumental, und die Grooves sitzen wirklich perfekt.

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