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Manny Albam – The Jazz Workshop | Auch erst kürzlich mal nachgeholt, und ich weiss schon, warum es nicht drängte … das fällt auch irgendwo in die Kiste zwischen Swing und Westcoast (der ganze Basie-Einfluss halt, dieses nach Vorn spielen aber ohne allzu viel Gewicht) und Mainstream, es gibt sogar ein paar Mal leichte Dixie-Anleihen (gespielt werden u.a. „Diga Diga Doo“ und der „Royal Garden Blues“, aber den deutlichsten Umpa-Groove gibt es in einem der Stücke von Albam). Ist natürlich alles ganz hübsch gemacht, aber es fehlen ein paar Ecken und auch Solisten, die Aufhorchen lassen (das gelingt u.a. Phil Woods bei Morello regelmässig, und auf den unveröffentlichten Big Band-Stücken u.a. auch Clark Terry oder Hank Jones). Nick Travis, Hal McKusik, Bob Brookmeyer, Al Cohn und Joe Newman sind die prominenteren Namen, und natürlich machen die alle nichts falsch, Billy Byers oder So Schlinger ebensowenig. Aber für ein Spitzenalbum reicht das alles für meine Ohren leider nicht. Interessant ist, dass das alles im Oktett aufgenommen wurde (drei Sessions, stets mit 2 Trompeten, 2 Posaunen, 2 Saxophonen und Bass/Drums) und oft nach einer deutlich grösseren Band klingt. Das superbe Fundament bei allen drei Sessions liefern Milt Hinton und Osie Johnson – und Hinton kriegt auch mal ein kurzes Solo.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba