Antwort auf: Ich höre gerade … Jazz!

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vorgarten

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gypsy-tail-wind

atom

vorgarten
kann mir das projekt irgendjemand erklären? abgesehen von der frage, was daran so spannend ist, über hardbop-originale einen starren 4/4-beat zu spielen, klingt dass alles so aufreizend 1:1 nach crate-digger-lounge aus den 90ern (inklusive der totgesampelten pee-wee-marquette-birdland-anmoderation), dass das vielleicht nur für millenials funktioniert?

Ich kenne das Album noch nicht, war aber bereits im Vorfeld sehr skeptisch auch wenn ich seiner „Reimagination“ von Gil Scott-Herons „I’m New Here“ durchaus etwas abgewinnen konnte. Aber das hier riecht mir doch sehr nach einem erneuten Aufguss von vergleichbaren (mehr oder weniger guten) Projekte (wie Jazzmatazz, US3, Shades Of Blue, Blue Note Revisited, etc.), die alle 10 Jahre wiederkehren.

Hmmmmnaja:
https://www.theguardian.com/music/2021/dec/03/makaya-mccraven-deciphering-the-message-review
Us3 und Jazzmatazz waren in meiner Jugend gross, aber ich war halt auch da schon bei Silver und Blakey und Mobley und Hancock … für mich ist das McCraven-Album kaum gedacht. Finde auch nach Lektüre der Zeilen nicht klar, ob bei den 4 Sternen nicht noch ein ordentlicher Sympathiebonus drin steckt.

ja, da klingt eigentlich nichts anderes als der sympathisbonus an. ich hab ja überhaupt nichts gegen aktualisierungen von klassikern, aber die „zukunft“ hätte ich mir halt schon ein bisschen aufregender vorgestellt.

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