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stefano battaglia trio, in the morning
standards auch hier, bevor ich mich auch für ein paar tage aus dem staub mache, um mich meiner anderen leidenschaft zu widmen. ich kenne battaglia gar nicht und war erstmal überrascht über die nähe dieses trios zu jarrettpeacockdejohnette, bis in die details hinein (aber natürlich gröber, vordergründiger, gewollter, da ist jedes intro und jedes outro schon auf den „besonderen moment“ hin angelegt, ohne zu schauen, ob der sich überhaupt organisch ergibt). battaglia ist darum auch nicht verlegen, er sagt selbst, dass sein studium der wilder-komposition durch jarretts einspielungen initiiert wurde (mit dem amerikanischen quartet gibt es „blackberry winter“, auf STANDARDS 1 oder 2 „moon and sand“, aus dem blue note dann „while we’re young“). die frage ist also: klingt battaglia so wie jarrett, weil er jarrett so toll findet, oder weil er wilder spielt?
ich kenne die wilder-sachen gar nicht gut, sie spielen hier auch nur zwei quasi-standards („moon and sand“ und „where do you go“), daneben die sogenannten „art songs“, kunstlieder, die bei wilder eine starke literarische grundlage haben. klingt alles super, ist als live-auftritt (jazzfest turin) sehr atmosphärisch, muss ich noch häufiger hören. und vor allem muss ich wilder hören, so viele interpret*innen von wilder-songbooks gibt es ja nicht, mcpartland, jackie & roy, brookmeyer, liebman, hanna…
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