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Tststs…
Der Begriff Hamburger Schule ist nicht so zu verstehen wie z. B. Brandenburger Tor oder Prager Fenstersturz. Eher so wie Handelstag, wobei Handel klar ist, aber Tag eben eine Zusammenkunft meint. Eine Tagung eben. So ist es mit Schule in dem Begriff auch. Woher genau die Bezeichnung kommt, könnte ich jetzt googeln, habe aber weder Zeit noch Lust. Ist auch eigentlich nicht wichtig, denn:
Wie der Name sagt, gab/gibt es Verwebungen in Hamburg in denen sich bestimmte Bands immer wieder über den Weg liefen und später auch mieden. Das ist allerdings alles schon Geschichte, genau wie der Begriff selbst. Um es dennoch grob einordnen zu können, hier eine kleine Aufzählung typischer „Hamburger Schule“-Bands:
Tocotronic (als Klassenprimus)
Blumfeld (als Schulsprecher und Rektor)
Tomte (im Fahrwasser von Tocotronic bekannt geworden, nachdem Thees Uhlmann die Tocotronic Tour-Tagebücher als Buch veröffentlicht hat und im Intro und in der Spex schrub/schreibt)
Kettcar (in enger Verbindung mit Tomte zu nennen, gemeinsames Label. Artikel im August-RS von J. Hentschel)
Um die Verwirrung zu komplettieren gibt es aber außerhalb Hamburgs auch noch Bands, die wie „Hamburger Schule“ oder Offensiv-Pop/Rock klingen.
Sportfreunde Stiller (Großraum München)
Virginia jetzt! (Potsdam)
Wir sind Helden (gehören nicht dazu)
Wenn man nach den Wurzeln der Bands fragt werden oft Britpop-Bands, Smiths, Clash und andere 80er-Indie-Bands genannt. Eichen haben eben tiefe Wurzeln.
Das nur mal so als Info.
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Das fiel mir ein als ich ausstieg.