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Die Vorfreude hält sich bei mir dieses Jahr in Grenzen, die Semifinale werde ich mir auch nicht antun. Aber mit etwas Geduld finden sich auch diesmal unter den 42 Beiträgen einige hörenswerte, ohne dass ich einen wirklichen Favoriten hätte:
Aleeksev – Forever (Weißrussland)
Angenehm schlackenfreie Electro-Ballade, prägnanter Refrain und ein smarter Typ im 90er-Jahre-Britpop-Look. Nicht schlecht! Ein Fall für @firecracker? ;)
Sennek – A Matter Of Time (Belgien)
Der belgische Beitrag ist nicht so stark wie der letztjährige, dafür dürfte Sennek deutlich mehr Bühnenpräsenz als Blanche entfalten. Rubrik: Postmoderner James-Bond-Soundtrack.
Laura Rizzotto – Funny Girl (Lettland)
Klassische Diva: Erinnert manche nicht ganz zu Unrecht an The Weeknds „Earned It“, andererseits bewegt sich die Brasilianerin (mit lettischem Vater) damit auch auf der Höhe der Zeit.
Netta – Toy (Israel)
Queere Diva: Neta ist ein Hybrid aus Meghan Trainor, Die Antwoord und Funky Chicken. Also genau das, was ein richtiger ESC braucht.
Cesár Sampson – Nobody But You (Österreich)
Der österreichische Beitrag ist so 100 Prozent Formatradio-kompatibel wie der deutsche, aber melodisch stärker und nicht so aufdringlich Ed-Sheeran-esk. Sollte mich nicht wundern, wenn er das Rennen macht.
Cláudia Pascoal – O Jardim (Portugal)
Der Gastgeber wird dagegen mit dieser schönen, leisen Ballade würdevoll vertreten, ohne befürchten zu müssen, den Contest nächstes Jahr noch mal ausrichten zu müssen.
Einen etwas verzweifelten Eindruck macht dieses Jahr Skandinaven, selbst Alexander Rybka darf noch mal ran. Und irgendwer sollte unseren seit Jahren Stetson tragenden niederländischen Freunden mal ausrichten, dass der wilde, wilde Westen vielleicht doch nicht hinter Enschede anfängt. Wobei der fiese Bro-Country von Waylon zugegeben mit den schlimmsten Originalen mithalten kann …
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