Antwort auf: 11.03.2017: gypsy goes jazz 46.1 / 47 / 46.2

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gypsy-tail-wind
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clasjaz

gypsy-tail-wind BOOKER ERVIN 15. Mojo (Booker Ervin) Booker Ervin (ts), Horace Parlan (p), George Tucker (b), Al Harewood (d) Nola Penthouse Sound Studios, New York, NY, 6. Januar 1961 von: That’s It! (Candid; CD: 1989)

Was für Abschattungen, Aufhellungen, von einer in die andere, in Booker Ervin’s Solo! Waren Tucker und Harewood so etwas wie eine sichere Hausnummer für Parlan? Ich frage, weil es mir so vorkommt, als mache Harewood einen ziemlich guten Job, aber mehr nicht, und Tucker traut sich manchmal etwas – auf die Beispiele von heute Abend bezogen.

Tucker ist – gerade auf Ervins Candid-Album – durchaus ungewöhnlich, aber er macht das auf eine sehr leise Art. Aber ja, das kann man gewiss so sagen. Das Trio arbeitete ein Jahr lang hinter Lou Donaldson (als dessen Pianist Herman Foster Pause machte) und wuchs zusammen, während die Turrentines mit Max Roach arbeiteten. Für das eine Album von Tommy Turrentine als Leader ging das Roach-Quintett mit Parlan am Klavier ins Studio, vermutlich stammt von da die Idee, die damalige Donaldson-Rhythmusgruppe mit den Brüdern zusammenzubringen. Die Rhythmusgruppe – wir hören noch mehr! – spielte auch im Quartett mit Stanley Turrentine, im Quintett mit Turrentine und Grant Green (das gerade erwähnte „Up at Minton’s“), hinter Dexter Gordon und Booker Ervin … die Sätze, die ich oben zu Stanley Turrentine schrieb, passen wohl auch auf Parlan-Tucker-Harewood: leicht und doch nicht leichtgewichtig, reduziert und einfach und doch sehr spontan und offen, gänzlich uneitel und der Sache dienlich … und an der Oberfläche mag auch Parlans Musik manchen langweilig oder eindimensional vorkommen, doch zu diesen manchen gehöre ich nicht.

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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #165: Johnny Dyani (1945–1986) - 9.9., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba