Motörhead

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  • #11843607  | PERMALINK

    roughale

    Registriert seit: 09.09.2009

    Beiträge: 3,014

    Lemmy hatte einen Faible für Militaria und auch für die Sachen aus dem deutschen Reich, das hatte aber nichts Politisches dahinter. Im Gegansatz zu BO, egal wie die sich heutzutage versuchen rauszureden, ohne ihre pro Nazi Parolen in den frühen 80ern wären die mit ihrem Billig Punkverschnitt schnell wieder verschwunden. Sie mögen politisch umgedacht haben, musikalisch hat sich nicht viel getan… Und bevor die Whataboutismusfraktion mir vorwirft irgendein Hörensagen nachzuplappern, nein, leider schlitterte ich damals in einen ihrer Gigs rein und musste das kurz ertragen, bevor ich Reißaus nahm und zum Glück auch Kreuzberg verlassen hatte, wo es nacher ziemlichen Stress mit den Glatzen gab…

    zuletzt geändert von roughale

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    #11843835  | PERMALINK

    stardog

    Registriert seit: 12.06.2011

    Beiträge: 831

    Menschen, Charakteristikum wie Lemmy werden in der heutigen Musikbranche schmerzlich vermisst.

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    #11843891  | PERMALINK

    bullitt

    Registriert seit: 06.01.2003

    Beiträge: 20,200

    randolph@bullitt   Nun denn, da du ja, wie du bereits angemerkt hattest, bzgl. Lemmy „im Bilde“ bist, kann ich folgende Aussage: „Eine Speerspitze woker „Feminist*innen“ war er aber defacto glücklicherweise ebenfalls nicht“. keinesfalls teilen. Ich finde gerade das Zitat nicht, (mglw. steht es auch in seiner Bio), in welchem er sinngemäß sagt, das man als Kerl kein Idiot und zu Frauen anständig sein solle. Ihm habe hierbei geholfen, größtenteils von seiner Mutter und Großmutter aufgezogen worden zu sein.

    Wo ist da ein Widerspruch? Es ging um „Vorstellung von Männlichkeit“, und ich behauptete, dass die bei Lemmy heute wohl kaum dem politischen Zeitgeist entspräche und wer will das ernsthaft bestreiten? Das bedeutet ja nicht, dass er Frauen schlecht behandelt hat. Warum auch? Im Gegenteil. Es gibt zahlreiche Interviews, in denen Frauen in den höchsten Tönen von ihm sprechen, z.B. Doro Pesch. Er tat es halt nur auf seine Weise. Ich war selbst mehrfach im Rainbow und weiß in etwa, wie es dort zugeht. Da wollen nicht nur Männer Sex, Drugs & Rock n‘ Roll-Klischees ausleben.

    Das du nun noch mit dem neuesten Kampfbegriff „woke“ um die Ecke kommen musst, nun ja..

    Neuster Kampfbegriff? Das ist in erster Linie immer noch die Selbstbezeichnung einer Bewegung.

    Dann noch dieses: In der Beziehung hat Lemmy sicher mehr „anbrennen“ lassen, als Stephan Weidner. Ernsthaft jetzt? Lemmy war also in der Skinhead Szene unterwegs, hat rassistische Texte verfasst und sich dann geläutert gegeben? Hast du irgendwelche Belege, die diese deine Aussage, dass Lemmy „schlimmer“ war als Weidner, belegen? Hier findest du noch einige Zitate, die Nr.27 & Nr. 29 zeigen seine Einstellung unmissverständlich auf. Dieser dümmliche whataboutism Anflug, also wirklich.. Etwas mehr hätte ich da von dir schon erwartet.

    Mooooment, wenn ich „in DER Beziehung“ schreibe, dann meine ich auch DIESE Beziehung und das war besagte „Vorstellung von Männlichkeit“ und in der ist Weidner ziemlich unspektakulär seit Ewigkeiten Ehemann und Familienvater – im Gegensatz zu „Ich  hatte Sex mit 1000 Frauen“-Lemmy. Es ist also ziemlich lächerlich, in DIESER Beziehung als mutmaßlicher Lemmy-Fan den  Moralisten raushängen zu lassen, denn das war Lemmy als aller letztes. Und ich sehe da auch kein whataboutism. Motörhead und die BO haben sich des Öfteren Bühne und Publikum geteilt und kooperiert. Da  muss man nicht so tun, als lägen da Welten dazwischen.

    roughale Lemmy hatte einen Faible für Militaria und auch für die Sachen aus dem deutschen Reich, das hatte aber nichts Politisches dahinter.

    Richtig, ich  habe nie etwas anderes behauptet.

    Im Gegansatz zu BO, egal wie die sich heutzutage versuchen rauszureden, ohne ihre pro Nazi Parolen in den frühen 80ern wären die mit ihrem Billig Punkverschnitt schnell wieder verschwunden.

    Falsch. Umgedreht wird ein Schuh draus. Die  hätten niemals den kommerziellen Durchbruch geschafft, wenn sie in der Ecke hängen geblieben wären.

    Sie mögen politisch umgedacht haben, musikalisch hat sich nicht viel getan…

    Das Argument habe ich auch noch nie verstanden. Rein musikalisch ist das doch stinknormaler Stadion-Mitgröhl-Rock auf dem gleichen Niveau wie es die Hosen etc. machen.

    Und bevor die Whataboutismusfraktion mir vorwirft irgendein Hörensagen nachzuplappern, nein, leider schlitterte ich damals in einen ihrer Gigs rein und musste das kurz ertragen, bevor ich Reißaus nahm und zum Glück auch Kreuzberg verlassen hatte, wo es nacher ziemlichen Stress mit den Glatzen gab…

    Ich habe eigentlich keine Lust hier den BO-Anwalt zu spielen, aber ok. Das meinte ich mit der unterschiedlichen Wahrnehmung verschiedener Generationen. Meine Berührungspunkte mit der Band sind ebenso knapp, aber eben genau anders herum. Mich hat mein älterer Cousin 92 oder 93 mit ca. 16 unbedarft mit auf ein Konzert genommen. Music Hall, Frankfurt. Kleiner Club. Ich hatte lange Haare, die Band hatte lange Haare, Metalpublikum. In meinem Jahrgang wurde die Band gehört wie die deutschen GNR.  Weidner hielt es offenbar schon noch für nötig, eine Ansage zumachen, dass jeder, der einen gestreckten Arm zeigt, rausfliegt.

    Da das bejubelt wurde, fand ich das aber auch eher cool als verstörend. Dann war es ein ganz normales Konzert. Ich hab es bis heute nicht verstanden, wieso man die Band bei „Rock gegen rechts“-Veranstaltungen seinerzeit wegen ihrer Vergangenheit ausgeladen hat, anstatt sie genau deswegen einzuladen. Wäre doch effektiv gewesen, gerade sie als Geläuterte, gerade wegen ihrer Altkundschaft in Stellung zu bringen, mit Campi und Grönemeyer, deren Fans ohnehin die richtige Haltung  hatten. Inzwischen hat sich das ja geändert. Man kann die BO natürlich immer noch richtig kacke finden, aber den Weidner, der Kritikern an seinem Flüchtlingsengagement rät, seine Platen zu verbrennen, 2022 noch als „Rechtsrocker“ wahrzunehmen, ist reichlich absurd.

    zuletzt geändert von bullitt

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    #11843915  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 25,391

    Weidner ist eigentlich ein ganz gutes Beispiel dafür, dass man dazu lernen kann. Dass die Onkelz für mich in die Tonne gehören, liegt an Kevin Russell. Weidner solo mag ich gelegentlich sogar ganz gern.

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    #11843921  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 79,539

    bullittNeuster Kampfbegriff? Das ist in erster Linie immer noch die Selbstbezeichnung einer Bewegung.

    Das stimmt nicht. Das mag mal für einen kurzen Moment eine modische Selbstbezeichnung gewesen sein, aber der Begriff ist längst von Rechten und Libertären okkupiert und wird wahllos auf alles geklatscht, was irgendwie links ist. Gib mal den Begriff „woke“ bei Youtube ein und such nach Clips, bei denen das als positive Selbstbezeichnung verwendet wird. Viel Spaß …

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    #11843943  | PERMALINK

    clau
    Coffee Bar Cat

    Registriert seit: 18.03.2005

    Beiträge: 88,787

    Danke, Signore.

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    How does it feel to be one of the beautiful people?
    #11844077  | PERMALINK

    bullitt

    Registriert seit: 06.01.2003

    Beiträge: 20,200

    herr-rossi

    bullittNeuster Kampfbegriff? Das ist in erster Linie immer noch die Selbstbezeichnung einer Bewegung.

    Das stimmt nicht. Das mag mal für einen kurzen Moment eine modische Selbstbezeichnung gewesen sein, aber der Begriff ist längst von Rechten und Libertären okkupiert und wird wahllos auf alles geklatscht, was irgendwie links ist. Gib mal den Begriff „woke“ bei Youtube ein und such nach Clips, bei denen das als positive Selbstbezeichnung verwendet wird. Viel Spaß …

    OK, also ich benutze den Begriff noch nach Wikipedia und Duden und nicht nach youtube, vielleicht mein Fehler. Demnach kursiert er bereits seit 1930 und wird primär in seiner eigentlichen Bedeutung angewendet, kann aber auch abwertend gemeint sein. Und letzteres war ja auch meine Absicht. Ernst gemeinte Frage, welches Vokabular schlägst du vor, um radikalen, linke Aktivismus aus den USA zu kritisieren, ohne als Trumpist dazustehen? Das ist nämlich genau das Problem.

    close-to-the-edgeWeidner ist eigentlich ein ganz gutes Beispiel dafür, dass man dazu lernen kann. Dass die Onkelz für mich in die Tonne gehören, liegt an Kevin Russell. Weidner solo mag ich gelegentlich sogar ganz gern.

    Dass der das ein oder andere ernste Problem hat, dürfte keiner bestreiten. Der war aber nie der Kopf der Band.

    zuletzt geändert von bullitt

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    #11844189  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 25,391

    bullitt

    herr-rossi

    bullittNeuster Kampfbegriff? Das ist in erster Linie immer noch die Selbstbezeichnung einer Bewegung.

    Das stimmt nicht. Das mag mal für einen kurzen Moment eine modische Selbstbezeichnung gewesen sein, aber der Begriff ist längst von Rechten und Libertären okkupiert und wird wahllos auf alles geklatscht, was irgendwie links ist. Gib mal den Begriff „woke“ bei Youtube ein und such nach Clips, bei denen das als positive Selbstbezeichnung verwendet wird. Viel Spaß …

    OK, also ich benutze den Begriff noch nach Wikipedia und Duden und nicht nach youtube, vielleicht mein Fehler. Demnach kursiert er bereits seit 1930 und wird primär in seiner eigentlichen Bedeutung angewendet, kann aber auch abwertend gemeint sein. Und letzteres war ja auch meine Absicht. Ernst gemeinte Frage, welches Vokabular schlägst du vor, um radikalen, linke Aktivismus aus den USA zu kritisieren, ohne als Trumpist dazustehen? Das ist nämlich genau das Problem.

    Wieso ist das ein Problem? Radikaler linker Aktivismus ist doch eine gut verständliche Formulierung.

    „woke“ hingegen ist seit Monaten ein Kampfbegriff der Rechtspopulisten geworden, und scheint sogar den Gutmenschen abgelöst zu haben.

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    #11844199  | PERMALINK

    tezuka
    The artist formerly known as BB

    Registriert seit: 14.12.2016

    Beiträge: 1,443

    Wenn man bei Facebook „Wokeness“ in die Suchleiste eingibt wird man auf eher linke Seiten verwiesen, in denen die Exzesse eben dieser kritisiert werden.

    Zum Thema: Was ist an den Boehsen Onkelz soviel schlimmer als an Morrissey? Ist offen rechtsradikal zu sein weniger problematisch, da ehrlicher, als irgendwie diffus „rechtsoffen“? Oder ist M. aufgrund seiner „Vorstellung von Männlichkeit“ fein raus?

    --

    #11844209  | PERMALINK

    punchline
    Nothing Specific

    Registriert seit: 15.12.2019

    Beiträge: 3,312

    tezukaWenn man bei Facebook „Wokeness“ in die Suchleiste eingibt wird man auf eher linke Seiten verwiesen, in denen die Exzesse eben dieser kritisiert werden.
    Zum Thema: Was ist an den Boehsen Onkelz soviel schlimmer als an Morrissey? Ist offen rechtsradikal zu sein weniger problematisch, da ehrlicher, als irgendwie diffus „rechtsoffen“? Oder ist M. aufgrund seiner „Vorstellung von Männlichkeit“ fein raus?

    Also in erster Linie schon mal die Musik.

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    #11844231  | PERMALINK

    tezuka
    The artist formerly known as BB

    Registriert seit: 14.12.2016

    Beiträge: 1,443

    punchline

    tezukaWenn man bei Facebook „Wokeness“ in die Suchleiste eingibt wird man auf eher linke Seiten verwiesen, in denen die Exzesse eben dieser kritisiert werden. Zum Thema: Was ist an den Boehsen Onkelz soviel schlimmer als an Morrissey? Ist offen rechtsradikal zu sein weniger problematisch, da ehrlicher, als irgendwie diffus „rechtsoffen“? Oder ist M. aufgrund seiner „Vorstellung von Männlichkeit“ fein raus?

    Also in erster Linie schon mal die Musik.

    Okay, der Punkt geht an dich!

     

    --

    #11844313  | PERMALINK

    stardog

    Registriert seit: 12.06.2011

    Beiträge: 831

    ab min. 2:00

    --

    #11844319  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 8,239

    roughaleLemmy hatte einen Faible für Militaria und auch für die Sachen aus dem deutschen Reich, das hatte aber nichts Politisches dahinter. Im Gegansatz zu BO, egal wie die sich heutzutage versuchen rauszureden, ohne ihre pro Nazi Parolen in den frühen 80ern wären die mit ihrem Billig Punkverschnitt schnell wieder verschwunden. Sie mögen politisch umgedacht haben, musikalisch hat sich nicht viel getan… Und bevor die Whataboutismusfraktion mir vorwirft irgendein Hörensagen nachzuplappern, nein, leider schlitterte ich damals in einen ihrer Gigs rein und musste das kurz ertragen, bevor ich Reißaus nahm und zum Glück auch Kreuzberg verlassen hatte, wo es nacher ziemlichen Stress mit den Glatzen gab…

    In welchem Club war das genua? Die Onkelz hatten jahrelang Aufstrittsverbot in Berlin. Ich glaube, im Jahr 2000 hatten sie das erste Mal im Rahmen einer regulären Tournee in der Hauptstadt gespielt.

    Um ein von den Behörden kurzfristig untesagtes Konzert um 1993 in Berlin doch spielen zu können, behalfen sie sich mit dem Trick, das Konzert einfach eine Minute nach Mitternacht, also offiziell der nächste Tag, stattfinden zu lassen.

    zuletzt geändert von ford-prefect

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    An old beat-up guitar just sounds better
    #11844329  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 8,239

    Motörhead-Lemmy war nie everybody’s darling, das wollte er auch nie sein. Dass Lemmy auch die Gemüter spalten konnte, ließ kürzlich Alexandra Dörrie, eine in der Hard’n’Heavy-Szene bekannte Managerin und Promoterin, in einem Interview mit dem Rock Hard (Dezember 2021, Nr. 415) durchblicken. Die war Ende der 1980er für eine Tournee für Motörhead on the road zuständig … und habe sich vom ersten bis zum letzten Tag unentwegt mit Lemmy gestritten, da er den Macker machte und von ihr hofiert werden wollte, sie ihm jeden Tag eine Flasche Jim Beam zu besorgen habe usw. Vor allem habe sie sich an seinem rauen schroffen Befehlston gestört, auch Frauen gegenüber.

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    An old beat-up guitar just sounds better
    #11844333  | PERMALINK

    pfingstluemmel
    Darknet Influencer

    Registriert seit: 14.09.2018

    Beiträge: 4,071

    Warum wundert man sich, wenn man als Manager/Promoter den Dienstboten für den Künstler machen muss? Das ist die selbstgewählte Aufgabe.

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    Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.
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